Maersk und MSC: Das bedeutet das Ende der Allianz „2M“ für die Seefahrt
Die beiden Schifffahrtriesen beenden ihre Allianz.
Foto: Bloomberg, MontageSingapur. Fast lautlos schwebt die Stahlbox der Schweizer Reederei MSC über das Deck der „Mogen Maersk“. Der 399 Meter lange Frachter hat tags zuvor in Malaysias Hafen Tanjung Pelepas festgemacht. Im weltweit größten Port der dänischen Reederei Maersk soll er tiefgefrorenes Schweinefleisch, neuseeländische Äpfel, T-Shirts für die Modekette Zara und anderes an Bord nehmen.
Mit einem dumpfen Scheppern bugsiert ein 80-Tonnen-Kran die mattgelbe Box auf einen der 17 nebeneinandergereihten Containerstapel im Schiff, bevor sich die vier Greifzangen der Hebevorrichtung von ihr lösen. Einträchtig ruht die Schweizer Stahlbox Minuten später zwischen gleichgroßen Containern der dänischen Seefahrtslinie Maersk und ihrer Deutschlandtochter Hamburg Süd – ein Bild, das es schon in zwei Jahren nicht mehr geben dürfte.
Denn die beiden weltweit größten Reedereien, die beim Seetransport seit Jahren das Bündnis „2M“ bilden, haben vor wenigen Tagen fristgerecht ihre Scheidung zum 2. Januar 2025 eingereicht. Das angekündigte Ende dieses Kartells, das aktuell weltweit jeden dritten Container auf See befördert, wirft seither Schockwellen durch die internationale Container-Seefahrt.