Anlagestrategien in der Krise: Diese sieben Grafiken zeigen, wie der Ukraine-Krieg die Märkte verändert hat
Der russische Angriff auf die Ukraine schickte die Aktienmärkte am 24. Februar 2022 weltweit auf Talfahrt.
Foto: mauritius images / / imageBROKERFrankfurt. Als vor einem Jahr Russlands Präsident Wladimir Putin Truppen vor der ukrainischen Grenze zusammenzog, wurde das am Finanz- und Rohstoffmarkt meist als Drohgebärde abgetan. Als Russland dann tatsächlich in das Nachbarland einmarschierte, sendete dies Schockwellen durch die Märkte.
Bis heute haben sich weite Teile der Wirtschaft davon nicht erholt. Allein für Deutschland bilanziert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) 175 Milliarden Euro ökonomischen Schaden. Trotzdem stehen die Aktienkurse heute höher als vor Jahresfrist, viele Rohstoffpreise sind dagegen gefallen.
Wie kann das sein? Das Handelsblatt hat darüber mit Vermögensverwaltern, Geldexperten und Analysten gesprochen. Sieben Grafiken erklären die Entwicklung.
1. Aktienmarkt hat den Ukrainekrieg schnell eingepreist
So zynisch es angesichts all des Leids und der Toten klingt: Das Jahr 2022 habe gezeigt, wie schnell sich Anlegerinnen und Anleger mit neuen Rahmenbedingungen arrangieren, erklärt Börsenpsychologe Joachim Goldberg. „Die Gewöhnung wird unterschätzt, die Impulse müssen immer stärker werden.“
Das heißt: Die Märkte preisten die Folgen des Ukrainekriegs schnell in die Kurse ein. Binnen acht Handelstagen ging es für den deutschen Leitindex Dax um 15 Prozent abwärts. Weitere Nachrichten führten dann nur noch zu graduellen Anpassungen der Erwartungen, nicht aber zu Neubewertungen.