Werner Baumann: Sieben Jahre Bayer-CEO in sieben Grafiken
Am Dienstag legte er seine letzte Jahresbilanz als Vorstandschef von Bayer vor.
Foto: dpaDüsseldorf. Auf große Abschiedsworte verzichtete Bayer-Chef Werner Baumann, als er am Dienstag seine letzte Jahresbilanz als CEO vorlegte. Anfang Juni wird der 60-Jährige den Posten an den Amerikaner Bill Anderson übergeben. Es sei ihm „eine Ehre, Anderson einen optimalen Start“ zu ermöglichen, sagte Baumann. „Ich bin überzeugt, dass er alles mitbringt, um Bayer in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“
Das erwarten auch die enttäuschten Aktionäre von Bayer. Baumann verabschiedet sich zwar mit einem Rekordgewinn von 13,5 Milliarden Euro für das Jahr 2022. Doch warnte er zugleich vor einem Gewinnrückgang für 2023. Der Aktienkurs knickte um vier Prozent ein.
Es ist ein weiterer Schlag zum Ende der Ära Baumann. Eine Handelsblatt-Analyse seines Wirkens seit 2016 zeigt: Der scheidende Chef hat Bayer profitabler gemacht – aber nur, wenn alle Sondereffekte weggelassen werden. 18 Milliarden Euro musste Bayer seither an Rechtslasten verbuchen, verursacht vor allem durch die Glyphosat-Klagewelle in den USA. Der Börsenwert ist um 40 Prozent gesunken, der Schuldenstand hat sich auf 31 Milliarden Euro nahezu verdoppelt.