Bankenkrise: Credit-Suisse-Aktie brach zeitweise um 31 Prozent ein
Nach einem massiven Kurssturz kämpft die Schweizer Großbank mit einem Vertrauensverlust an den Finanzmärkten.
Foto: imago images/GeisserZürich, Frankfurt. Die Aktie der Credit Suisse ist am Mittwoch dramatisch abgestürzt. Im Sog dieser Entwicklung verloren auch die Aktien weiterer europäischer Banken und zogen die Märkte insgesamt nach unten. Das schürte nach der Pleite der Silicon Valley Bank Ängste vor einem Überschwappen der Bankenkrise nach Europa.
Die Credit Suisse-Aktie fiel zeitweilig um 31 Prozent auf ein Allzeittief von 1,55 Franken. Am späten Nachmittag erholte sich die Aktie etwas.
Auslöser des Kurssturzes war die Ankündigung des Großaktionärs Saudi National Bank, keine frischen Mittel in die Credit Suisse zu geben. Konzernchef Ulrich Körner versicherte zwar: „Unsere Kapital- und Liquiditätsbasis ist sehr, sehr stark.“ Doch die Zweifel der Märkte blieben.
In der Nacht zum Donnerstag kündigte die Credit Suisse dann an, sich bis zu 50 Milliarden Schweizer Franken bei der Nationalbank leihen zu wollen. Diese hatte der CS zuvor für den „Ernstfall“ Hilfen zugesagt. In einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Finanzaufsicht Finma hieß es: „Die SNB wird im Bedarfsfall der CS Liquidität zur Verfügung stellen.“