Geldpolitik: Fed erhöht Zinsen und bereitet Finanzinstitute auf Veränderungen vor
Die Fed hat eine Entscheidung über den Leitzins getroffen.
Foto: APDenver, Washington. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) lässt sich trotz des jüngsten Bankenbebens nicht vom Zinserhöhungskurs abbringen. Sie erhöhte den Schlüsselsatz am Mittwoch um einen Viertelprozentpunkt – auf die neue Spanne von 4,75 bis 5,0 Prozent. Noch Anfang 2022 lag er bei nahe null.
Die Märkte reagierten zunächst positiv, drehten dann jedoch deutlich ins Minus. Der Leitindex Dow Jones schloss 1,6 Prozent schwächer. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent, und der technologielastige Nasdaq büßte 1,6 Prozent ein.
Obwohl eine deutliche Zinserhöhung vor einigen Wochen noch als wahrscheinlich gegolten hatte, war nach dem Kollaps mehrerer US-Banken zunächst offen gewesen, welchen Weg die Fed einschlagen würde. Im Februar hatte die Notenbank ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 4,5 bis 4,75 Prozent angehoben.
„Wir haben in den Tagen vor dem Treffen eine Zinspause in Betracht gezogen“, räumte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch ein. Doch weil die Inflation höher und der Arbeitsmarkt stärker war als erwartet, hatten sich die Geldpolitiker dazu entschlossen, an ihrem Kurs festzuhalten.