Windkraft: Weshalb der schnelle Ausbau der Windenergie zu scheitern droht
Das Tempo des Ausbaus müsste deutlich höher sein, wenn die Bundesregierung ihre Ziele erreichen will.
Foto: IMAGO / ShotshopBerlin. Der Ausbau der Windenergie an Land könnte in den kommenden Jahren erheblich gebremst werden, weil es an verfügbaren Flächen fehlt. Hauptgrund ist aus Sicht der Windkraftbranche, dass die Länder nur zögerlich zusätzliche Flächen ausweisen. „Die Bundesländer müssen deutlich aufs Tempo drücken“, sagt Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie (BWE).
Der Gesetzgeber hat den Bundesländern mit dem Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) aufgegeben, bis Ende 2032 insgesamt zwei Prozent der Fläche Deutschlands für die Windenergienutzung auszuschreiben. Für 2027 legt das Gesetz ein Zwischenziel von 1,4 Prozent fest. Bislang sind nach Angaben der Bundesregierung bundesweit 0,8 Prozent der Landesfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen.
Das im Juli vergangenen Jahres verabschiedete WindBG schreibt nicht pauschal zwei Prozent für jedes Land vor, sondern differenziert: Für die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen reichen 0,5 Prozent, dagegen müssen Flächenländer wie Niedersachsen, Brandenburg oder Hessen 2,2 Prozent Fläche ausweisen, in Bayern oder Baden-Württemberg sind es 1,8 Prozent.
Ausbau der Windenergie: Ehrgeiz der Länder ist unterschiedlich ausgeprägt
Der Ehrgeiz der Länder ist unterschiedlich ausgeprägt. Das belegt eine Erhebung der Fachagentur Windenergie an Land. Demnach wollen Länder wie Hessen oder Mecklenburg-Vorpommern schlicht die Vorgaben des Bundesgesetzgebers fristgerecht umsetzen.