Tagesgeld-Zinsen: So unterscheiden sich die Angebote der Banken
Die Bedingungen für Zinsen aufs Tagesgeld und Festgeld unterscheiden sich je nach Bank derzeit deutlich.
Foto: dpaFrankfurt. Die Zahlen der FMH-Finanzberatung sind deutlich. Nun bieten 17 Banken einem Zins von drei Prozent oder mehr für Tagesgeld. Das sind so viele wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Allein in den vergangenen drei Wochen sind 15 neue Anbieter mit dazugekommen. Bei Festgeld über ein Jahr liegen bereits 43 Institute über der Drei-Prozent-Marke. Seit Jahresbeginn sind die durchschnittlichen Zinsen sowohl beim Tagesgeld als auch beim einjährigen Festgeld um mehr als die Hälfte gestiegen.
Natürlich reichen diese Zinssätze noch immer nicht, um die Inflation auszugleichen. Selbst bei Topangeboten liegt der Realzins, also das was nach Abzug der Teuerung noch übrigbleibt, bei gut Minus drei Prozent. Dennoch kann es sich lohnen, die Offerten zu prüfen, denn es ist sinnvoller pro Jahr von 10.000 Euro gut 300 Euro an Kaufkraft zu verlieren als mehr als das Doppelte. Das Handelsblatt zeigt mit welchen Angeboten Sie im Wettlauf mit der Inflation gut unterwegs sind.
„Es lohnt sich immer, Konditionen zu vergleichen“, sagt Ania Scholz von der FMH-Finanzberatung. Mit verschiedensten Angeboten wollten Geldinstitute neue Kunden anlocken, kümmerten sich aber nun auch mehr um ihre Bestandskunden. Meist sind solche Aktionsangebote auf drei bis sechs Monate befristet – „damit die Kosten nicht ausufern“, bekräftigt Oliver Maier vom Vergleichsportal Verivox. Wer die Spitzenangebote mitnehmen wolle, müsse allerdings bereit sein, zwischen den Anbietern hin- und herzuwechseln, meint Scholz.