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Pixel Fold und Pixel 7aGoogle stellt sein erstes faltbares Smartphone vor

Google präsentiert mehrere neue Hardware-Produkte. Mit dabei sind das erste Falthandy, ein neues Tablet und das Smartphone Pixel 7a zum Einsteigerpreis.Felix Holtermann, Stephan Scheuer 11.05.2023 - 22:19 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Das Smartphone Pixel 7a verfügt über praktische Google-Funktionen, die bei Apples deutlich teureren iPhones fehlen.

Foto: AP

New York, Mountain View. Google hat sein erstes faltbares Smartphone vorgestellt. Mit dem Pixel Fold, das der Tech-Konzern auf seiner Entwicklerkonferenz I/O am Mittwochabend präsentiert hat, zielt der Konzern aus Mountain View auf die Konkurrenz von Samsung.

Mit anderen Hardware-Neuigkeiten schiebt sich Google am Tech-Wettbewerber Apple vorbei. KI-Anwendungen sind in fast alle Produkte integriert.

Das Pixel Fold besitzt einen 7,6-Zoll-Bildschirm und lässt sich zur Größe eines (etwas dicken) Smartphones zusammenfalten. „Es ist das dünnste Telefon, das wir jemals gebaut haben und das dünnste Falt-Smartphone auf dem Markt“, sagte Osterloh. Im Ergebnis biete das Pixel Fold im ausgeklappten Zustand ein Display mit etwa einer dreifachen Fläche eines üblichen Smartphones.

Im Unterschied zum Samsung Galaxy Z Fold 4 klappen die beiden Bildschirmhälften praktisch nahtlos zusammen. Beim Gerät der koreanischen Konkurrenz verbleibt am Scharnier ein kleiner Spalt. „Dank neuartiger Technologien ist das Scharnier langlebiger als alle Wettbewerber“, versprach Osterloh. Immer wieder hatten Nutzerinnen und Nutzer anderer Falt-Telefone nach längerem Einsatz Risse und Brüche an der Faltstelle dokumentiert.

Google Pixel Fold: Fünf Kameras und neue Funktionen

Das Pixel Fold hat fünf Kameras: drei auf der Rückseite, eine 9,5 Megapixel starke „Selfie“-Kamera auf dem Bildschirm an der Handyrückseite und eine Acht-Megapixel-Kamera auf dem Hauptbildschirm für Videokonferenzen.

Diese Anordnung der Displays erlaubt ein weiteres Einsatzfeld. Bei seiner Produktpräsentation stellte Hardware-Chef Osterloh eine Lösung für eine Live-Übersetzung vor. Dabei wird das Pixel Fold zwischen zwei Menschen gehalten. Nutzer sehen dann auf dem Bildschirm auf ihrer Seite und in ihrer Sprache, was die andere Person sagt. Die Gesprächssituation werde so natürlicher, versprach Osterloh.

Diese Funktion war jedoch zunächst noch nicht verfügbar. Sie soll über ein Update des Betriebssystems Android 14 im Herbst ausgerollt werden.

Der Tech-Konzern bringt neben dem Google Pixel 7a nun auch ein klappbares Smartphone heraus.

Foto: AP

Das Handelsblatt konnte bei der Google-Vorstellung in Mountain View eines der neuen Falttelefone ausprobieren. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Ansichten klappte problemlos. Das Display war aber mitunter in der prallen kalifornischen Sonne nicht gut zu lesen.

Google Pixel Fold: Preis ähnelt Samsung Galaxy Z Fold 4

Die neuen Funktionen haben ihren Preis. Das Pixel Fold kostet in Deutschland zunächst 1899 Euro. Damit orientiert sich Google am Samsung Galaxy Z Fold 4. Den hohen Preis begründen Beobachter unter anderem mit den großen Bildschirmen des Geräts, üblicherweise die teuerste Hardware-Komponente.

Das klappbare Gerät Google Pixel Fold ist etwas dicker als aktuelle Smartphones.

Foto: Google

Mit dem Google-Angebot wird Apple zum praktisch letzten führenden Smartphone-Hersteller ohne Klapphandy im Sortiment. Bis Anfang Juli erhalten Fold-Käufer eine Pixel-Watch-Armbanduhr gratis dazu, kündigte Osterloh an.

Pixel Fold oder Google Pixel-Tablet mit Nutzer-Sharing

Neben dem Klapphandy hat Google ein neues Pixel-Tablet vorgestellt. Es kostet 679 Euro (bei einem Speicher von 128 GB) oder 799 Euro (bei 256 GB Speicher). Es besitzt einen Elf-Zoll-Bildschirm und ist für den parallelen Betrieb mehrerer Apps optimiert.

Googles neues Pixel-Tablet kann für mehrere Nutzer eingerichtet werden.

Foto: Google

Eine Ladestation inklusive Lautsprecher ist im Preis inbegriffen. Das Tablet haftet an ihr magnetisch. Bei einem ersten Test des Handelsblatts funktionierte der Wechsel zwischen der Musikwiedergabe auf dem Tablet und dem Lautsprecher problemlos.

Positiv fiel auch die Möglichkeit auf, mehrere Nutzer für das Tablet einzurichten. Dadurch wird es möglich, dass sich mehrere Familienmitglieder oder Kolleginnen ein Tablet teilen. Diese Funktion fehlt bislang bei der iPad-Reihe von Apple.

Google betont die Software und den starken Prozessor des Tablets. Der Konzern möchte es als Steuerzentrale für Smart-Home-Anwendungen positionieren, also zum Beispiel für intelligente Beleuchtung, Thermostate oder Videotürklingeln. Kombiniert würde es dafür mit der bereits eingeführten Google-Home-App.

Google Pixel 7a: Preis, Prozessor und Funktionen

Während das Pixel Fold den High-End-Markt abdeckt, richtet sich Google mit dem Smartphone Pixel 7a, dem „kleinen Bruder“ des Pixel 7 Pro, an preisbewusstere Käufer. Es ist in Deutschland für 509 Euro erhältlich.

Das Pixel 7a verfügt laut Google über einen leistungsstarken Prozessor, der auch KI-Funktionen möglich machen soll, darunter den Pixel-Anrufassistenten, der Anrufer vorfiltern und Hintergrundgeräusche in Gesprächen ausblenden kann. Auch hat das Gerät einige praktische Google-Funktionen, die bei Apples deutlich teureren iPhones fehlen, darunter die Möglichkeit, erhaltene Sprachnachrichten transkribieren zu lassen.

Google Pixel: Warnung vor unerwünschtem Tracking

Auf seiner Hauskonferenz kündigte Google zudem an, die Tracking-Funktion, mit der Nutzer verlorene Geräte wiederfinden und zugleich einer Überwachung entgegenwirken können, zu erweitern. Das Google-eigene „Find My Device“-Netzwerk solle dafür verbessert werden.

Künftig könnten Google-Smartphones unbekannte Bluetooth-Geräte im Gepäck erkennen. Nutzer sollen dann Warnungen über unbekannte Tracker erhalten, die mit ihnen reisen.

Diese Ankündigung folgt dem Schritt von Apple und Google, eine branchenweite Initiative zu beginnen, um Nutzer im Falle einer unerwünschten Verfolgung durch Bluetooth-Geräte zu warnen. Die Funktion soll noch in diesem Sommer eingeführt werden und auch mit Apples Air-Tag-Trackern funktionieren. Zudem sollen die Bluetooth-Tracker von Tile, Chipolo und Pebblebee unterstützt werden.

Korrektur: Der Name von Rick Osterloh wurde im 9. Absatz korrigiert.

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Erstpublikation: 11.05.2023, 08:55 Uhr.

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