Drohender Zahlungsausfall: Einigung oder nicht? Der US-Schuldenstreit geht in die entscheidende Phase
Den USA droht der baldige Zahlungsausfall.
Foto: APWashington, Düsseldorf. Die Lage ist ernst: Der Streit um die US-Schuldenobergrenze hat sich so stark zugespitzt, dass Präsident Joe Biden eine wichtige Reise verkürzt. Zwar will Biden am Mittwoch zum G7-Gipfel in Japan aufbrechen, doch eine Teilnahme am Treffen der sogenannten Quad-Allianz in Australien hat er abgesagt und fliegt früher nach Washington zurück.
Am Dienstag trafen sich führende US-Kongressvertreter mit Biden zu Verhandlungen im Weißen Haus. Biden äußerte sich danach vorsichtig optimistisch. Es habe einen „überwältigenden Konsens“ gegeben, dass „ein Zahlungsausfall schlichtweg keine Option ist“, sagte er.
Doch Anleger und internationale Partner blicken nervös auf die USA, denn womöglich bleiben der größten Volkswirtschaft der Welt nicht einmal mehr zwei Wochen bis zu einem Zahlungsausfall. „Eine rechtzeitige Einigung über die US-Schuldenobergrenze ist unwahrscheinlich“, teilte die Schweizer Bank Swissquote mit.
Was steht bei einer Zahlungsunfähigkeit auf dem Spiel? Was wollen die Demokraten, was die Republikaner? Und ist die Schuldenobergrenze überhaupt ein sinnvolles Instrument? Die wichtigsten Fragen und Antworten.