Handelsblatt Live Plus: Informatikerin im Gespräch: Wie KI unsere Arbeit verändert
Welche Chancen und Risiken bietet das Programm?
Foto: APDüsseldorf, Kaiserslautern, San Francisco. Der CEO einer jungen Softwarefirma aus San Francisco nutzt neuerdings Künstliche Intelligenz (KI), um Programmieraufgaben zu erledigen. Sein Eindruck: Er alleine schafft damit die Aufgaben von zehn Köpfen. Und: Die Ergebnisse, die die KI liefert, seien häufig besser als die seiner Angestellten. „Er ist der festen Überzeugung, dass man in der Software-Entwicklung in ganz kurzer Zeit deutlich weniger Menschen braucht“, sagt Stephan Scheuer, Silicon-Valley-Korrespondent des Handelsblatts.
„Aber Vorsicht“, unterbricht ihn die Informatikerin und Universitätsprofessorin der RPTU Kaiserslautern Katharina Zweig. Sie sei da anderer Meinung. „Was passieren wird, und was bisher bei allen technologischen Revolutionen passieren wird: Die Technik, die sich vorher nur die Oberschicht leisten konnte, kann sich dann auch die Mittelschicht leisten. Und deshalb glaube ich, dass beim gerade genannten Beispiel die neun Leute nicht einfach entlassen werden, sondern freigestellt sind, andere Projekte zu bearbeiten. Die Produktivität wird sich erhöhen.“
Das ist eins der vielen Themen, die die beiden Experten bei „Handelsblatt Live Plus“ im Livestream diskutiert haben. Unter der Leitfrage, wie KI uns und unsere Arbeitswelt verändern wird, ging es in dem einstündigen Gespräch auch um die aktuelle Diskussion, ob KI Jobs ersetzen wird. Weiteres Thema war die Technologie hinter Textrobotern wie ChatGPT sowie deren Potentiale und Risiken – denn häufig treffen freiverfügbare KI-Anwendungen auf sehr ungeübte Nutzergruppen.