Smart4Diagnostics: Start-up entwickelt Tracking-Software für Blutproben
Die Gründer von Smart4Diagnostics (von links): Hans Maria Heyn, Julia Flötotto, Yannick Timo Böge.
Foto: HandelsblattKöln. Hans Maria Heyn und Yannick Timo Böge haben sich bei der Arbeit kennen gelernt. Beide arbeiteten bei TRIGA-S, einem Münchener Unternehmen, das auf die Auswertung klinischer Studien spezialisiert ist. Der promovierte Biologe Böge war als Laborleiter angestellt, der promovierte Politologe Heyn kümmerte sich um regulatorische Fragen rund um klinische Studien. „Jeden Tag habe ich Timo gefragt: Wie viele Proben hast du heute wieder, die du nicht mehr verwenden kannst“, berichtet Heyn. Eingehende Laborproben werden zum Beispiel unbrauchbar, weil sie beim Transport zu sehr erhitzen oder der Patientenname vertauscht wird.
Um dieses Problem zu lösen, gründeten Heyn und Böge im Jahr 2018 mit der ebenfalls promovierten Softwareentwicklerin Julia Flötotto ihr Start-up Smart4Diagnostics. Jetzt haben die drei Gründer 3,6 Millionen Euro Risikokapital eingesammelt.
Entnahmeröhrchen mit Barcode
Smart4Diagnostics entwickelt ein Softwareprogramm, das den Weg einer Blutprobe von der Entnahme bis ins Labor überwacht. Ein Arzt oder eine Pflegekraft scannt bei der Blutentnahme mit dem Handy einen Barcode auf dem Blutentnahmeröhrchen und ordnet die Patienteninformationen zu. Erschütterungen, Temperaturunterschiede und andere Werte beim Transport werden von einem Sensor im Röhrchen erfasst.