Börse Asien: Halbleiter als Zugpferde – US-Schuldenstreit sorgt für Vorsicht bei den Anlegern
Anleger sind am Montagmorgen zurückhaltend.
Foto: ReutersSingapur. Steigende Kurse bei Halbleiter-Unternehmen haben die Aktienmärkte in Asien trotz Sorgen um den US-Schuldenstreit gefestigt. Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index stieg am Montag um knapp ein Prozent auf 31.087 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent und lag bei 2176 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent.
Die Entscheidung der Regierung in Peking, dem US-Speicherchiphersteller Micron Technology wegen Sicherheitsbedenken die Lieferung an Informations-Infrastruktur-Unternehmen im Lande zu untersagen, trieb die Werte der direkten Konkurrenten an: Die Aktien von SK Hynix stiegen um 0,8 Prozent, Samsung Electronics legte um bis zu knapp ein Prozent zu, während der breitere Markt ein Plus von 0,8 Prozent verzeichnete.
Gleichzeitig grenzten Sorgen um die stockenden Verhandlungen über eine Anhebung der US-Schuldenobergrenze die Kursgewinne ein. Die nur noch recht kurze Frist für einen Kompromiss vor der von US-Finanzministerin Janet Yellen ausgerufenen „harten Deadline“ zum Stichtag 1. Juni machen die Investoren nervös.
Am Montag sollen die Gespräche zwischen US-Präsident Joe Biden und seinem republikanischen Gegenspieler im Kongress Kevin McCarthy fortgesetzt werden.