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Private EquityFinanzinvestoren stehen härtere Zeiten bevor

Die einst erfolgsverwöhnte Private-Equity-Branche sieht sich mit gleich mehreren Belastungsfaktoren konfrontiert. Sie muss sich nun ein weiteres Mal neu erfinden.Peter Köhler, Arno Schütze 05.06.2023 - 10:00 Uhr Artikel anhören

In der Hauptstadt wird in dieser Woche die Super-Return-Konferenz abgehalten.

Foto: imago images/Dirk Sattler

Frankfurt. Wenn die Topmanager der milliardenschweren Private-Equity-Fonds in dieser Woche in Berlin zur Super-Return-Konferenz zusammenkommen, dann werden sich einige fragen, ob der weltweit wichtigste Branchentreff seinen Namen noch zu Recht trägt. Eine ganze Reihe von Belastungsfaktoren bringt das Geschäftsmodell der Finanzinvestoren unter Druck.

Die lange Phase niedriger Zinsen sorgte dafür, dass die Beteiligungsgesellschaften Mittelständler und Teile von großen Konzernen mit günstigen Krediten kaufen konnten, nach wenigen Jahren reichten die Finanzinvestoren die Beteiligungen zu einem höheren Preis weiter oder brachten sie an die Börse.

Doch nach der historischen Zinswende sind die Übernahmefinanzierungen teuer und rar geworden, neue Fonds bekommen weniger Geld als früher und die Portfoliounternehmen müssen in der Rezession eher Kosten senken als auf Wachstum zu setzen.

„Die Finanzinvestoren stehen von vielen Seiten unter Druck, das ist eine neue Situation für viele Beteiligungsmanager“, sagt Christian Kames, Managing Director bei der Investmentbank Lazard.

Die Liste der Herausforderungen ist lang:

Große Deals hängen oder können nicht umgesetzt werden

Für die Private-Equity-Fonds wird es schwieriger für Megadeals die nötigen Kredite zu erhalten – teilweise hängen große Transaktionen aber auch aus strategischen Überlegungen heraus. Die Lufthansa hat nach Angaben aus Finanzkreisen vor einigen Tagen die Finanzinvestoren CVC und Advent für die finale Gebotsrunde für ihre sechs bis sieben Milliarden Euro schwere Wartungs-Tochter Lufthansa Technik ausgewählt. Wann genau die Offerten fällig sein werden, ist noch unklar, nach derzeitigem Zeitplan irgendwann im Juli, heißt es in den Finanzkreisen. Welche Mitspracherechte die Investoren bei Lufthansa Technik haben sollen, werde derzeit diskutiert.

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