Baufinanzierung: Sparkassen warnen vor Überforderung durch Heizungsgesetz
Wegen gestiegener Kreditzinsen und teurer Materialien können sich viele eine eigene Immobilie nicht mehr leisten.
Foto: IMAGO/teamworkHannover. Die Sparkassen üben Kritik an den bisherigen Plänen der Bundesregierung zum Umbau privater Heizungen. „Der Wechsel von Öl- und Gasheizungen hin zu Wärmepumpen ist nur machbar, wenn die Menschen das wirtschaftlich und die Stromnetze das technisch verkraften“, sagte Sparkassenpräsident Helmut Schleweis am Dienstag.
Den Wunsch nach einem möglichst schnellen Austausch fossil betriebener Heizungsanlagen bezeichnete der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) auf der Pressekonferenz zum Deutschen Sparkassentag als verständlich. Wer aber Angst habe, dass funktionierende Heizanlagen herausgerissen werden müssen, „wird die notwendigen Maßnahmen nicht aus voller Überzeugung unterstützen“.
„Es lohnt sich, dieses Gesetz ganzheitlich noch einmal anzuschauen“, sagte Schleweis. Zahlen dazu, welcher Anteil der Kundinnen und Kunden mit Immobilienbesitz sich einen Heizungstausch womöglich nicht leisten kann, hat der DSGV aber nicht.
Um das geplante Heizungsgesetz wird seit einigen Wochen gerungen. Demnach soll ab 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das würde in der Praxis über kurz oder lang auf einen Austausch von Öl- und Gasheizungen hinauslaufen. Vorgesehen sind allerdings zahlreiche Ausnahmeregelungen.