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Handelsblatt Economic ChallengesDeutschland braucht eine Politik für mehr Wachstum

In der Rezession ist Angebotspolitik das Gebot. Bert Rürup und Michael Hüther fordern erhöhten Arbeitseinsatz, mehr Investitionen und einfachere Genehmigungsverfahren. Der Staat müsse das Wachstumspotenzial steigern. 02.06.2023 - 07:00 Uhr Artikel anhören
Economic Challenges 2.6.2023

Masterplan Wachstum: Firmen gründen, schnell genehmigen, hohe Abschreibung, klare Energiewende, erhöhter Arbeitseinsatz

02.06.2023
Abspielen 25:22

Bert Rürup stellt vermehrt Anzeichen fest, dass die deutsche Wirtschaft keinen wirklichen Sommer- oder Herbstaufschwung erleben wird, sondern dass die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes über das Jahr hinweg gesehen abermals ein Stück weit schrumpfen dürfte. Von einem kräftigen Aufschwung könne also – trotz der sich beruhigenden Energiepreise – also keine Rede sein.

Michael Hüther stimmt zu und schaut zurück auf die politische Debatte der Pfingsttage zurück. Da wende sich die CDU gegen die Rente ab 63, was sicherlich richtig sei. Dies mache natürlich deutlich, dass diese Ermöglichung für Vollzeiterwerbstätige nach hinten losgegangen sei, was das Wachstumspotenzial und das Arbeitsvolumen angehe. Doch dann reagiere die SPD mit dem Hinweis auf Zuwanderung, als ob diese passgenau möglich sei.

Was ihn bei diesen Debatten vor allem störe, sei die „Ignoranz, dass wir selbst auch mehr tun müssen“, also auch über mehr Arbeitszeit nachdenken müssen, wenn die Produktivität nicht springe. Hüther: „Wir können nicht darauf warten, dass uns jemand die Schuhe putzt, wenn man es selber machen könnte.“

Bert Rürup betont, dass nun Angebotspolitik gefordert sei. Es müsse darum gehen, das Wachstumspotenzial zu erhöhen. „Das heißt, wir müssen uns von der Fixierung auf das Bruttoinlandsprodukt lösen und das dahinterliegende Produktionspotenzial anschauen. Und da haben wir eine Verflachung zu konstatieren.“

Konjunkturprogramme benötige Deutschland aktuell nicht. „Wir brauchen einen erhöhten Arbeitseinsatz, mehr Investitionen und eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren.“ All dies sei auch nötig, um die Klimawende in die Gänge zu bringen. „Daran scheitert leider die gegenwärtige Politik. Sie verkämpfen sich auf Nebenkriegsschauplätzen.“

Wenn Sie Lob, Kritik oder Themenwünsche haben, dann schreiben Sie uns doch gerne oder schicken uns eine Sprachnachricht an chefoekonom@handelsblatt-research.com

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