Immobilien: Schwedische Immobilien setzen Abwärtstrend fort – Stockholm steigt
Der schwedische Immobilienkonzern SBB bekommt neue Liquidität.
Foto: dpaStockholm. Die schwedischen Immobilienpreise sind im Mai weiter gesunken und setzten damit den Abwärtstrend fort, der seit über einem Jahr fast ungebrochen anhält. Steigende Inflation und Zinsanhebungen der Schwedischen Nationalbank (Riksbank) setzen dem Markt zu und sind zum Sinnbild für eine globale Entwicklung geworden.
Die Immobilienpreise sind im Mai um 0,6 Prozent und damit in 14 von 15 Monaten gesunken – nur im Januar stabilisierte sich der Markt für kurze Zeit. Das zeigen saisonbereinigten Daten der staatlichen Hypothekenbank SBAB. Allerdings bleibt die Entwicklung zwiespältig, da der Abwärtstrend in erster Linie von Einfamilienhäusern getrieben ist. Die Wohnungspreise in Schweden ziehen wieder an – vor allem in der Hauptstadt Stockholm.
„Die Preisentwicklung ist wieder stärker fragmentiert“, sagte SBAB-Chefökonom Robert Boije. „Unter Berücksichtigung der typischen Preisschwankungen im Jahresverlauf und der Tatsache, dass die Zinserhöhungen noch nicht voll zum Tragen gekommen sind. Unsere Schätzungen des zugrunde liegenden Trends zeigen, dass die Preise noch etwas weiter fallen werden, bevor sie einen Boden finden.“