WWDC: Apple Vision Pro – Umgebung wird zum Computerbildschirm
Apple setzt mit der Datenbrille auf eine neue Produktkategorie.
Foto: dpaDüsseldorf. Zu teuer, die Batterie zu klein, der Nutzen zu gering: Die ersten Reaktionen auf die neue Computer-Brille Vision Pro von Apple sind verhalten. Noch scheint es weit bis zum Massenmarkt.
Experten sehen aber genauer hin – und erkennen ein Verschmelzen von virtueller und physischer Realität. Denn Apple hat mit „visionOS“ ein Betriebssystem wie aus einer lang beschriebenen Zukunft geschaffen. In dem hochauflösenden Monitor der Datenbrille finden sich nämlich die gleichen Apps wie auf dem iPhone. Nur schweben sie nun im Raum und können per Augen-, Hand- und Fingerbewegungen aktiviert und bearbeitet werden. „Spannend und zukunftsweisend“, findet das Annette Zimmermann, Analystin von Gartner.
Für Apple-Chef Tim Cook ist die Vision Pro deshalb ein so fundamental neues Produkt wie einst die Mac-Computer und das iPhone. „Vision Pro wird uns zum Spatial Computing bringen“, verspricht Cook. „Spatial Computing“ ist ein von der Spitzenuniversität MIT geprägter Begriff: Der Computer wird in die natürliche Umgebung des Menschen gebracht.