MSCI World, S&P 500 & Co.: Börsenindizes verbuchen Rekorderlöse
Steigende Kurse lassen Erlöse der großen Indexanbieter wachsen.
Foto: BloombergFrankfurt. Jeder Anleger kennt sie: Aktienbarometer wie S&P 500, MSCI Welt oder Dax. Die Finanzdienstleister hinter diesen Indizes lassen sich ihre Berechnungen von Banken und Großinvestoren gut bezahlen. Im vergangenen Jahr nahmen die Unternehmen unter der Führung von S&P Dow Jones Indices, MSCI und FTSE Russell mehr als 5,3 Milliarden Dollar ein – ein Rekord.
Der Gesamtumsatz der Indexanbieter wurde von der US-Beratungsfirma Burton-Taylor Consulting errechnet, die Daten liegen dem Handelsblatt exklusiv vor. Ihre Einnahmen stiegen 2022 demnach um rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Steven Semel von Burton-Taylor in New York prognostiziert: „Für das laufende Jahr erwarte ich ein Plus von fünf bis zehn Prozent, das wäre gut, aber nicht spektakulär gut.“ 2021 hatten die Einnahmen um außergewöhnliche 23 Prozent zugelegt, was am Börsenboom in diesem Jahr lag. Einige Marktbeobachter warnen allerdings vor zu großer Euphorie.
Das Geschäftsmodell der Indexanbieter hängt davon ab, wie gut es auf den weltweiten Aktienmärkten läuft. Wenn Banken oder Großinvestoren wie Fondshäuser Indexprodukte beispielsweise auf den S&P 500 auflegen, dann zahlen sie meist einen festen Prozentsatz des investierten Kapitals als Gebühr.