Wasser-Aktien & Wasser-ETF: Wie Sie gegen Wasserknappheit investieren
Es gibt verschiedene Wege, in das Zukunftsthema zu investieren.
Foto: imago images/MASKOTFrankfurt. Gluckert es oder zischt es? Die Kugel, die mit dem Wasser durch die Röhre gespült wird, kann akustische Signale deuten. Wenn sie etwas feststellt, das auf ein Leck schließen lässt, meldet sie das Problem und dessen Position. Xylem heißt der US-Konzern, der die magische Kugel zur Rohrinstandhaltung im Programm hat. Das Unternehmen ist ein Paradebeispiel für einen Anbieter, die sich einer der größten Herausforderungen der Menschheit widmet: der Versorgung mit sauberem Wasser.
Jedes Jahr kommen knapp 80 Millionen Menschen zur Weltbevölkerung hinzu. Laut Prognosen wird sie so von aktuell rund acht Milliarden in den kommenden Jahrzehnten auf mehr als zehn Milliarden anwachsen. Und all diese Menschen brauchen Trinkwasser.
„Wasser ist nicht ersetzbar“, bringt Gerhard Wagner die Brisanz auf den Punkt, Leiter Nachhaltiges Investment bei der Fondsgesellschaft Swisscanto. Diese Herausforderungen zu bewältigen erfordert daher enorme Investitionen. Daran können sich Anlegerinnen und Anleger beteiligen – über Fonds, ETFs und ausgesuchte Aktien.
Wasser-Aktien und Wasser-Fonds: Pictet Water ist Vorreiter
Eines der größten Probleme bei der Wasserversorgung sind Lecks in Leitungen. In den Großstädten der Schwellenländer geht dadurch häufig mehr als die Hälfte des kostbaren Rohstoffs auf dem Weg zum Verbraucher verloren, erzählt Walter Liebe, Deutschlandchef des Vermögensverwalters Pictet. In der armenischen Hauptstadt Jerewan versickerten grundsätzlich etwa 70 Prozent. Aber auch in London kann der Schwund bis zu 40 Prozent betragen, sagt er. Der deutsche Betreiber Gelsenwasser beziffert den durchschnittlichen Wasserverlust mit acht Prozent.