Start-up Doctorflix: Investment für „Netflix für Ärzte“
Die Gründer von Doctorflix.
Foto: UnternehmenKöln. Eigentlich hinkt der Vergleich ein wenig. Doch wenn es griffig klingen soll, präsentiert Hans Lennartz sein Start-up gerne als „Netflix für Ärzte“ – und auch die Endsilbe im Firmennamen hat sich der Gründer vom großen Streaming-Anbieter geliehen: Mit Videos – die unabhängig von Zeit und Ort abgerufen werden können – will Doctorflix neuen Schwung in den Fortbildungsmarkt bringen. „Abseits von zeitintensiven Kongressen ist es für Mediziner bisher unglaublich schwierig, sich fachspezifisch fortzubilden“, sagt der 36-Jährige, der aus einer Ärztefamilie stammt und selbst Dermatologe ist.
Als Mitgründer holte sich Lennartz mit Leopold von Schultzendorff einen ehemaligen Produktmanager des Fintechs Moonfare an Bord. Doctorflix startete offiziell im vergangenen Oktober. Heute zählt die Plattform nach Angaben der Gründer bereits 5.000 Einzelnutzer. Angeboten werden aktuell 130 Kurse vor allem aus den Fachbereichen Dermatologie, Gynäkologie und Innere Medizin. Die Videothek soll zügig erweitert werden: „Bis Ende des Jahres wollen wir alle großen Fachbereiche abdecken“, sagt Lennartz. Auch Inhalte für Pflegekräfte sind geplant.