Interview mit Sam Altman und Alex Blania: „Leben in einer Welt, in der Künstliche Intelligenz sehr mächtig wird"
Zusammen haben beide die digitale Währung Worldcoin erschaffen – und wollen damit einiges verändern.
Foto: HandelsblattNach drei Jahren Entwicklungszeit haben Sie in dieser Woche Worldcoin gestartet. Was ist das genau?
Blania: Wir haben drei Dinge entwickelt. Erstens, ein Identitätsprotokoll namens World-ID, mit dem man sich anonym im Internet verifizieren kann. Zweitens, eine digitale Währung mit dem Namen Worldcoin. Und drittens, die World-App als digitale Brieftasche. Alle drei Teilprodukte sind jetzt verfügbar. Wir gehen davon aus, dass das Projekt schnell wachsen wird. Wir hoffen, dass diese Technologie mehr Menschen erreicht, als es jemals ein anderes Projekt für eine Kryptowährung geschafft hat.
Kryptowährungen und digitale Brieftaschen („Wallets“) gibt es viele. Was ist das Besondere an Ihrem Projekt?
Altman: Im Internet gibt es ein Problem. Algorithmen werden immer leistungsfähiger. Dadurch ist es schwer zu wissen, ob wir uns gerade mit einem Menschen oder einem Roboter austauschen. Also brauchen wir einen Weg, der uns Menschen als echte Menschen ausweist. Das klingt banal, ist in der Praxis aber ein schwer zu lösendes Problem. Wir haben viel Zeit und Geld in eine Lösung gesteckt.