Märkte-Insight: Warum im Börsenmonat August eine Schwäche droht
Handelsblatt-Korrespondentin Astrid Dörner erklärt, aus welchen Richtungen mittelfristig Schub fürs Portfolio kommen könnte.
Foto: HandelsblattNew York. So hat sich Mike Wilson den Sommer nicht vorgestellt. Der führende Aktienstratege von Morgan Stanley hatte einen Crash an den Aktienmärkten kommen sehen und in den vergangenen Monaten immer wieder vor zu viel Optimismus gewarnt.
Wilson hatte als einer der wenigen den Bärenmarkt im vergangenen Jahr korrekt vorhergesagt und somit seinen Ruf als einer der größten Pessimisten an der Wall Street zementiert. Doch in diesem Jahr sollte es anders kommen. „Wir lagen falsch“, räumt Wilson ein.
Der Leitindex Dow Jones hat in diesem Jahr gut sieben Prozent zugelegt. Der breit gefasste S&P 500 ist seit Anfang Januar um 20 Prozent gestiegen, und der technologielastige Nasdaq liegt sogar um mehr als 38 Prozent im Plus. Wilson geht nun – wie viele andere Strategen – davon aus, dass die Sommerrally noch Luft nach oben hat.
Doch die Stimmung an den Aktienmärkten könnte nach den großen Kursgewinnen der vergangenen Monate etwas undurchsichtiger werden. Ausgerechnet einer der größten Optimisten an der Wall Street warnt nun vor einer Schwächephase im August.