Nikkei, Topix & Co: Anleger in Asien vor Woche der Notenbankentscheidungen vorsichtig
Anleger warten auf diverse Zinsentscheidungen.
Foto: dpaSydney. Zu Beginn einer Woche voller Notenbanksitzungen zeigen sich die Anleger in Asien risikoscheu. Die Börse in Shanghai schloss bei 0,3 Prozent im Plus und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann am Montag 0,4 Prozent.
Der Handel in China stand ganz im Zeichen der in Hongkong gelisteten chinesischen Immobilienentwickler (HSMPI), die um zwei Prozent nachgaben: Die Aktien des hoch verschuldeten Immobilienentwicklers China Evergrande fielen stellenweise um 25 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen, nachdem die Polizei in Südchina einige Mitarbeiter der Vermögensverwaltungsabteilung verhaftet hatte. Der Immobilienkonzern schloss den Handelstag bei minus 9,4 Prozent.
Zugleich hatte die in Chinas Immobiliensektor engagierte Treuhandgesellschaft Zhongrong International Trust am Wochenende mitgeteilt, sie könne Zahlungen für einige Treuhandprodukte nicht fristgerecht leisten. In Hongkong gelistete chinesische Immobilienentwickler gaben zum Wochenstart rund zwei Prozent nach.
Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierten dagegen leicht fester. Besser als erwartete Konjunkturdaten hatten in der vergangenen Woche die Stimmung aufgehellt und ließen Anleger auf eine Stabilisierung der zweitgrößten Volkswirtschaft hoffen. „Trotz der ermutigenden Anzeichen einer Stabilisierung bleibt der Immobilienmarkt das fehlende Puzzleteil im Wirtschaftsbild“, sagte Tommy Xie, China-Experte bei der OCBC Bank.