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ÖlExxon Mobil will offenbar Pioneer Natural Resources übernehmen

Nach einer Übernahme könnte Exxon allein im attraktiven Permian-Becken mehr Öl fördern als viele Opec-Staaten. Der Deal könnte heute bekanntgegeben werden.Katharina Kort 11.10.2023 - 07:05 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Sollte es zu einer Übernahme kommen, wäre es der größte Deal für Exxon seit 1998.

Foto: Reuters

New York. Der US-Ölkonzern Exxon Mobil will Insidern zufolge am Mittwoch den rund 60 Milliarden Dollar schweren geplanten Kauf des Konkurrenten Pioneer Natural Resources bekanntgeben.

Exxon wolle 250 Dollar pro Aktie zahlen, sagten mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Pioneer-Papiere hatten am Dienstag bei 237,41 Dollar geschlossen. Es wäre der größte Deal von Exxon seit 1998, als der Ölriese den Konzern Mobil für 81 Milliarden Dollar schluckte.

Mit der Übernahme könnte der größte US-Ölproduzent seine Präsenz in einer der lukrativsten Regionen des US-Ölsektors ausweiten: dem Permian-Becken. Es erstreckt sich über Teile der Bundesstaaten Texas und New Mexico und ist wegen seiner relativ niedrigen Kosten für die Öl- und Gasförderung die begehrteste Region der US-Energieindustrie. Pioneer ist mit einem Marktwert von 50 Milliarden Dollar der drittgrößte Ölproduzent im Permian-Becken nach Chevron und Conoco Phillips. 

Mit der Übernahme könnte Exxon Mobil seine Ölförderung allein im Permian-Becken auf 1,3 Millionen Barrel pro Tag steigern – mehr, als viele Opec-Staaten täglich fördern.

Exxon sitzt auf knapp 30 Milliarden Dollar Bargeld 

Exxon hat wie viele Energiekonzerne in den vergangenen Quartalen von der Energiepreiskrise und dem hohen Ölpreis profitiert. Im vergangenen Jahr machte das texanische Unternehmen einen Rekordgewinn von 59 Milliarden Dollar und sitzt heute auf knapp 30 Milliarden Dollar Bargeldreserven. Die stehen nun für Zukäufe zur Verfügung. 

Bei erfolgreichen Verhandlungen könnten Exxon und Pioneer in den kommenden Tagen eine Vereinbarung erzielen. Eine Stellungnahme lehnten die beiden Konzerne ab. Das „Wall Street Journal“ hatte am Donnerstag erstmals darüber berichtet, dass sich eine Einigung zwischen den beiden Unternehmen anbahnt.

Politik und Aufsichtsbehörden verfolgen die mögliche Übernahme aufmerksam, nachdem das Weiße Haus Exxon im Februar vorgeworfen hatte, auf Kosten der Verbraucher hohe Gewinne zu erzielen.

Exxon Mobil hat anders als viele Wettbewerber auch in den vergangenen Jahren weiter stark in fossile Brennstoffe investiert. Erneuerbare Energien spielen nur eine Nebenrolle. Allerdings investiert der Konzern verstärkt in die Speicherung von CO2 unter der Erde. Dafür könnten etwa leere Gasfelder genutzt werden. Diese Technologie wird von der US-Regierung gefördert. Sie steht jedoch noch am Anfang und ist durchaus umstritten.

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Mit Material von Reuters

Erstpublikation: 06.10.2023, 10:44 Uhr (aktualisiert am 06.10.2023, 16:20 Uhr).

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