Rohstoffe: Ein Preisschock beim Öl ist wahrscheinlicher geworden
Saudi-Arabien hat seine Öl-Produktion gekürzt.
Foto: APFrankfurt. Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel ist die Volatilität des Ölpreises dramatisch gestiegen. Der Preis des wichtigen Rohstoffs, der etwa zu einem Drittel aus dem Nahen Osten kommt, steigt und fällt mit jeder neuen Entwicklung des Israel-Kriegs.
Zunächst stieg der Preis der Sorte Brent rasant an, lag seit dem Angriff am 7. Oktober in der Spitze um elf Prozent im Plus. Bei einigen Marktteilnehmern weckte das Erinnerungen an den Jom-Kippur-Krieg 1973 und die anschließende Ölblockade, die zu einem Ölpreisschock – inklusive autofreier Sonntage in Deutschland – führte.
Mittlerweile ist eine Korrektur eingetreten, der Ölpreisanstieg hat sich in etwa halbiert. Am Donnerstagmorgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent rund 85 Dollar. Trotzdem warnt die Weltbank: Sollte der Krieg im Nahen Osten eskalieren, sind Ölpreisanstiege auf bis zu 157 Dollar pro Barrel möglich.
Das ist aber ein Extremszenario. In ihrem in dieser Woche veröffentlichten Bericht betont die Weltbank: „Die globale Wirtschaft ist heute besser in der Lage, mit Energiepreisschocks umzugehen, als in den vergangenen Jahrzehnten.“