1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Konjunktur: Wirtschaft der Euro-Zone wächst schneller als gedacht

KonjunkturWirtschaft der Euro-Zone wächst schneller als gedacht

Trotz der anhaltenden Wirtschaftsschwäche in Deutschland können die Länder der Euro-Zone leicht wachsen. Der Staatskonsum legt allerdings deutlich schneller zu als der private Konsum. 05.12.2025 - 11:38 Uhr Artikel anhören
EZB in Frankfurt: Die Wirtschaft in der Euro-Zone wächst. Foto: dpa

Berlin. Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im dritten Quartal trotz der hartnäckigen Flaute in Deutschland kräftiger gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September wegen steigender Konsumausgaben und Investitionen um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Eine frühere Schätzung hatte nur ein Plus von 0,2 Prozent ergeben. Im Vorquartal hatte es lediglich zu einem Mini-Plus von 0,1 Prozent gereicht.

Getragen wurde das Wachstum in den Sommermonaten von höheren Investitionen. Diese legten um 0,9 Prozent zu. Der private Konsum wuchs um 0,2 Prozent, der Staatskonsum sogar um 0,7 Prozent. Dagegen bremste der Außenhandel, weil die Importe mit 1,3 Prozent fast doppelt so schnell wuchsen wie die Exporte mit 0,7 Prozent.

Das Gefälle innerhalb der Währungsunion bleibt groß. Mit Deutschland stagnierte die größte Volkswirtschaft im dritten Quartal, während die Nummer vier, Spanien, ein Wachstum von 0,6 Prozent hinlegte. Frankreich schaffte ein Plus von 0,5 Prozent, Italien von 0,1 Prozent.

Zuletzt hat sich der Aufschwung in der Währungsunion beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg im November um 0,8 Punkte auf 52,8 Zähler – den höchsten Wert seit zweieinhalb Jahren. Ab 50 zeigt das vom Finanzdienstleister S&P Global per Umfrage unter Unternehmen ermittelte Barometer ein Wachstum an. "Daher gehen wir auch davon aus, dass sich die Wachstumsrate im Schlussquartal des Jahres leicht beschleunigt", sagte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank, die die Umfrage sponsert.

Der Industriestaaten-Organisation OECD zufolge wird die Euro-Zone im zu Ende gehenden Jahr um 1,3 Prozent wachsen. 2026 (1,2 Prozent) und 2027 (1,4 Prozent) soll das Plus ähnlich groß ausfallen.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt