Handelsblatt-Musterdepots: Das Nachhaltigkeits-Depot: Welche Aktien in einem schwierigen Umfeld überzeugen
Die Strategen (v. l.): Laetitia-Zarah Gerbes (Acatis Investment), Gabriele Hartmann (Perspektive Asset Management) sowie David Wehner (Do Investment)
Foto: privatFrankfurt. Die Lage an den internationalen Börsen bleibt weiterhin schwierig – und damit auch die Wahl der Aktien für ein nachhaltiges Depot. Zwei Themen beherrschen die Märkte im Wesentlichen: die mögliche Eskalation des Kriegs in Nahost und die Auswirkungen der gestiegenen langfristigen US-Zinsen auf die dortige Konjunktur. Am Mittwoch beließ die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Zinsniveau in der Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent, hält sich jedoch weitere Zinsschritte offen, sollte sich die Wirtschaft als sehr robust erweisen.
Doch auch anderswo erweist sich die Lage als schwierig. In der Euro-Zone lagen die vorläufigen Inflationsdaten für Oktober mit 2,9 Prozent unter den Erwartungen der Volkswirte. Die Teuerung nahm also deutlich ab.
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Die deutsche Wirtschaft verzeichnete von Juli bis September einen leichten Rückgang, wie das Statistische Bundesamt zuletzt meldete. Dies alles sind Anzeichen, dass die Konjunktur an Dynamik verliert.
Die Ergebnisse der Unternehmen in der momentanen Berichtssaison fallen bisher gemischt aus. Die Reaktionen der Investoren auf gute Quartalszahlen von Unternehmen zeigen, dass die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal und das nächste Jahr eher zu hoch sind. Damit ist ein Ende des Abwärtstrends an den Börsen noch nicht abzusehen, auch wenn aktuell eine Gegenbewegung einsetzt.
In diesem erschwerten makro- und geopolitischen Umfeld ist es umso wichtiger, Qualitätsunternehmen zu selektieren, die nicht zu hoch bewertet sind. Das Musterdepot Nachhaltigkeit wird deshalb leicht angepasst: Wir trennen uns von zwei Unternehmen und nehmen stattdessen drei andere Aktien neu auf.