Volkswagen: Die Hürden des radikalen Umbaus bei VW
Bis 2026 soll die Marke VW durch das größte Kostenprogramm der Konzerngeschichte nachhaltig zehn Milliarden Euro einsparen.
Foto: IMAGO/Uwe MeinholdWolfsburg. Personal abbauen, Schichten streichen, Autos schneller entwickeln und produzieren: Die Pläne des Managements zur Sanierung von Deutschlands größtem Autobauer Volkswagen mit einem Zehn-Milliarden-Sparpaket werden konkreter. Anders als bei früheren Programmen sollen die Kosten und die Zahl der Mitarbeiter tatsächlich nachhaltig sinken, wie mehrere Personen aus dem VW-Konzern dem Handelsblatt sagten.
Im Mittelpunkt steht die Kernmarke VW. VW-Pkw-CEO, Thomas Schäfer, warnte in einem internen Podcast mit Personalvorstand Gunnar Kilian vor dem Abstieg: Der Druck durch Wettbewerber sei gestiegen, die Arbeitskosten seien im internationalen Vergleich zu hoch. „Wir sind zu langsam, zu träge, zu kompliziert – das ist nicht überlebensfähig“, sagte Schäfer.
Um die Investitionen in neue Modelle und Technologien finanzieren zu können, soll die operative Marge der Kernmarke von zuletzt 3,4 auf 6,5 Prozent steigen. „Mindestens“, wie Schäfer sagte.
Teil des dafür nötigen Sparpakets soll eine Kürzung der Personalkosten in der Verwaltung der Volkswagen AG bis 2026 um 20 Prozent sein, wie Kilian in dem Podcast bestätigte. Das meiste Geld – mehr als vier Milliarden Euro – will VW nach Informationen des Handelsblatts aber extern über den Vertrieb und über Preiserhöhungen heben. Sprecher des Konzerns und der Marke VW wollten das nicht kommentieren.