Zusätzlicher Wohnraum: Diese Fallstricke gibt es beim Dachgeschossausbau
Der Aufwand für einen Dachgeschossausbau, etwa für die Dämmung und den Anschluss an die Strom- und Wasserversorgung, ist für Laien schwer abzuschätzen.
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Foto: HandelsblattWer in den großen Städten ein neues Zuhause sucht, ist schnell frustriert. Freie und vor allem bezahlbare Wohnungen sind Mangelware. In dieser Situation scheint es verlockend, ein bisher nicht genutztes Dachgeschoss in einem Mehrfamilienhaus zu erwerben und diesen „Rohling“ dann selbst zur Wohnung auszubauen – Panoramablick über die Dächer der Stadt inklusive.
Auch die Politik hat erkannt, dass ungenutzte Dachgeschosse Potenzial bieten, in angespannten Wohnungsmärkten ein zusätzliches Angebot zu schaffen und bestenfalls damit ein weiteres Plus bei den Mieten zu verhindern. Bund und Länder haben deshalb Anfang November beschlossen, Genehmigungsverfahren für den Ausbau von Dachgeschossen zu vereinfachen. Wann aus der Ankündigung konkrete Erleichterungen für Bauherren entstehen, ist bislang allerdings noch unklar. Und: Auch wenn die Dachgeschosse in Anzeigen als „Raumwunder“ oder „Altbaujuwel mit Entwicklungspotenzial“ angepriesen werden – ein Ausbau birgt zahlreiche Fallstricke. Gründliche Planung und fachkundige Hilfe sind deshalb unverzichtbar.
Baurechtliche Vorgaben für den Dachgeschossausbau möglichst früh klären
Am Anfang steht die Bedarfsermittlung: Wie viele Räume mit welcher Wohnfläche sollen entstehen? Welche Merkmale soll das Gebäude erfüllen? Ist eine Dachterrasse gewünscht? Um das dazu passende Haus zu finden, grenzen Bauherren den Suchradius im Idealfall auf eine Kommune ein. Dann gilt für alle Objekte dasselbe Baurecht.