Digital Health Report: Das ist die „neue Normalität“
Übernahmen sollen im Digital-Health-Markt wieder zunehmen.
Foto: IMAGO / ShotshopMünchen. In der Zeit stehen geblieben fühlt sich Eckhardt Weber von Heal Capital als er hört, mit welchen Technologien Start-ups 2023 im digitalen Gesundheitsmarkt das meiste Venture-Capital-Geld (VC-Geld) einsammelten. Denn vor allem Tele Health beziehungsweise Telemedizin, digitale Apotheken, Teletherapie und Schmerztherapie haben global am meisten Risikokapital erhalten. Das geht aus dem neuesten Pitchbook-Report hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Die Begriffe erinnern Weber an das Jahr 2020.Heute brauchen Patienten aber ganzheitliche digitale Angebote, nicht nur Lösungen, die einzelne Probleme lösen, findet er.
Deshalb investierte Weber mit Heal Capital beispielsweise in den italienischen Gesundheitsdienstleister medicilio. Das Unternehmen bietet digitale Terminvereinbarung, ärztliche Hausbesuche und Videosprechstunden an. Weitere Modelle, die Weber spannender findet, sind beispielsweise die virtuelle Klinik Doccla aus England, die Patienten Messgeräte nach Hause mitgibt und sie mit medizinischem Personal verbindet, oder das deutsche Start-up Lillian Care, das Hausärzten Homeoffice durch Videochats ermöglicht.
57 Digital-Health-Deals zum Ende des Jahres
Bei Pitchbook ging es nun um andere Unternehmen. Laut dem Digital Health Report zum Quartal vier des vergangenen Jahres kam von Oktober bis Dezember bei insgesamt 57 Risikokapitaltransaktionen ein Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden US-Dollar zustande. Die Investments des Quartals führen die US-amerikanischen Start-ups Headway mit 125 Millionen US-Dollar und Forward mit 100 Millionen US-Dollar Finanzierung an.