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GeldpolitikSinken die Zinsen im Juni? So äußert sich EZB-Präsidentin Lagarde

Live-BlogAn den Finanzmärkten verfestigt sich die Erwartung einer baldigen Zinswende. Doch die EZB bleibt bewusst zurückhaltend. Die zentralen Aussagen Lagardes zum Nachlesen.Leonidas Exuzidis, Stefan Reccius, Frank Wiebe 22.05.2024 - 10:25 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Foto: Bloomberg
11.04.2024 – 13:58 Uhr Leonidas Exuzidis
Die nächste Sitzung des EZB-Rats findet am 6. Juni statt. Wir danken für Ihr Interesse und wünschen einen schönen Nachmittag.
11.04.2024 – 13:57 Uhr Leonidas Exuzidis
Was bleibt von dieser Sitzung? Die EZB hat in ihrem Statement erstmals selbst von einer möglichen Zinssenkung gesprochen und gleichzeitig die Bedingungen definiert: „Angemessen“ sei eine solche Maßnahme, wenn die Inflationsaussichten, die zugrundeliegende Inflationsdynamik und der Effekt auf die Unternehmen das Vertrauen darin stärken, dass die Inflation weiter in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels sinkt. Belastbare Informationen dazu dürften bei der nächsten Sitzung im Juni vorliegen. In der Pressekonferenz blieb Lagarde gewohnt zurückhaltend. Sie verwies mehrfach auf den neuen Zusatz im Statement und betonte, dass die EZB datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung entscheide. Manche der 26 Mitglieder im EZB-Rat haben sich bereits jetzt für eine Zinssenkung starkgemacht. Letztlich hätten sich aber alle mit der offiziellen Linie einverstanden erklärt.
11.04.2024 – 13:39 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde ist beendet. 
11.04.2024 – 13:37 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde bekräftigt, dass die EZB Fluktuationen bei der Inflation erwarte. Es werde keinen linearen Trend sinkender Raten geben, wiederholt sie. Allerdings sei der mittelfristige Trend in Einklang mit dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Dieses wird, basierend auf den gegenwärtigen Prognosen, Mitte 2025 erreicht.
11.04.2024 – 13:33 Uhr Leonidas Exuzidis
Handelsblatt-Redakteur Stefan Reccius fragt: Wie hoch ist das Risiko, dass hohe Ölpreise die Inflation neu antreiben? In den vergangenen Wochen sind diese um fast zehn Prozent gestiegen. Das Thema sei „sehr wichtig“, sagt Lagarde. Man habe in der Vergangenheit gelernt, dass Energiepreisschocks einen „signifikanten Einfluss“ haben. „Wir beobachten diese Entwicklungen sehr aufmerksam“, erklärt sie.
11.04.2024 – 13:28 Uhr Leonidas Exuzidis
Man schaue sehr detailliert auf den Preisdruck bei Dienstleistungen, sagt Lagarde. Sie fügt aber hinzu: Es sei nicht nötig, dass alle Inflationskomponenten bei der Zielmarke von zwei Prozent liegen, um Maßnahmen zu ergreifen. Das sei nicht möglich. 
11.04.2024 – 13:26 Uhr Leonidas Exuzidis
Inwiefern mache die EZB künftige Zinssenkungen abhängig von der fiskalischen Situation in führenden Euro-Ländern, fragt ein Journalist. Lagarde bleibt zurückhaltend und verweist auf die Inhalte, die sie eingangs ausgeführt hat.
11.04.2024 – 13:22 Uhr Leonidas Exuzidis
There is no pre-commitment to any particular path. It will all depend on the data.
Christine Lagarde
11.04.2024 – 13:17 Uhr Leonidas Exuzidis
Sie könne sich vorab auf keinen Zinspfad festlegen, wiederholt Lagarde mit Verweis auf die Datenabhängigkeit. Sie werde auch nicht spekulieren, was in anderen Währungsräumen geschehe.
11.04.2024 – 13:15 Uhr Leonidas Exuzidis
What happens in the euro area will not be the mirror of what happens in the US, because we are looking at two different things.
Christine Lagarde
11.04.2024 – 13:14 Uhr Leonidas Exuzidis
Auch die nächste Frage bezieht sich auf den Vergleich zu den USA. Man fokussiere sich „überwiegend“ auf den Euro-Raum, bekräftigt Lagarde. Natürlich schaue man auch auf andere Währungsräume, nicht nur auf die USA. Allerdings seien die Inflationsursachen sowie die Treiber der Teuerung ganz andere. Was im Euro-Raum geschehe, sei mit den USA nicht vergleichbar. 
11.04.2024 – 13:09 Uhr Leonidas Exuzidis
Mehr Tempo beim Bilanzabbau ist vorerst nicht in Sicht, bestätigt Lagarde auf Nachfrage. Die Reinvestitionen der frei werdenden Mittel aus dem Pandemieprogramm PEPP werden ab dem zweiten Halbjahr 2024 auf monatlich 7,5 Milliarden Euro halbiert. Ende des Jahres sollen die Reinvestitionen vollständig gestoppt werden. Der Abbau der Bilanzsumme wirkt tendenziell wie eine Straffung der Geldpolitik.
11.04.2024 – 13:05 Uhr Leonidas Exuzidis
Gab es Konsens im EZB-Rat? Nein, sagt Lagarde. „Wenige“ Ratsmitglieder („a few“) hätten eine Senkung bereits im April bevorzugt. 
11.04.2024 – 13:04 Uhr Leonidas Exuzidis
Die erste Frage bezieht sich auf die neuen Äußerungen des Rats in Bezug auf eine mögliche Anpassung der Zinsen. Lagarde wiederholt mit klaren Worten: „Angemessen“ sei eine Zinssenkung, wenn Inflationsaussichten, die zugrundeliegende Inflationsdynamik und der Effekt auf die Realwirtschaft darauf schließen lassen, dass die Inflation weiter in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels sinkt. Die EZB-Präsidentin wiederholt auch ihre Botschaft der vergangenen Sitzung: Im Juni werden dazu mehr Daten zur Verfügung stehen. 
11.04.2024 – 13:00 Uhr Leonidas Exuzidis
Nun können die Journalistinnen und Journalisten ihre Fragen stellen.
11.04.2024 – 12:58 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde geht noch einmal auf die Finanzierungsbedingungen im Euro-Raum ein. Auch hier seien leichte Entspannungstendenzen zu beobachten. Am Dienstag hatte die EZB die Bank Lending Survey veröffentlicht, die dazu weiteren Aufschluss gibt.
11.04.2024 – 12:54 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde geht explizit darauf ein, dass die Teuerungsrate bei Dienstleistungen mit 4,0 Prozent zu hoch sei. Das sei ein Zeichen des hohen inländischen Preisdrucks. Bei den Löhnen allerdings habe sich bestätigt, dass das Wachstum nachlasse.
11.04.2024 – 12:52 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde geht genauer auf die Konjunktur ein. Die Konjunktur sei weiter schwach, sagt sie. Es sei aber Besserung in Sicht, mit Wirkung auf weitere Bereiche, etwa den Export. Der Arbeitsmarkt sei anhaltend robust, die Arbeitslosenquote weiter auf dem tiefsten Stand der Euro-Geschichte. 
11.04.2024 – 12:49 Uhr Leonidas Exuzidis
Niemand sollte von einer Zinssenkung im Juni überrascht sein. Die Frage ist, ob die anhaltende Vorsicht der EZB in Bezug auf die inländische Inflation bedeutet, dass eine weitere Zinssenkung im Juni und Juli weniger wahrscheinlich ist.
Mark Wall, Deutsche Bank
11.04.2024 – 12:48 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Pressekonferenz beginnt. Zunächst liest Lagarde die Beschlüsse vor.
11.04.2024 – 12:45 Uhr Leonidas Exuzidis
Christine Lagarde betritt die Bühne. An ihrer Seite steht wie gewohnt Vizepräsident Luis de Guindos.
11.04.2024 – 12:42 Uhr Leonidas Exuzidis

Das leitet über zu den wesentlichen Fragen der anstehenden Pressekonferenz: Sinken die Zinsen im Juni? Wie oft sinken sie in diesem Jahr? Welches Tempo und welcher Gesamtumfang sind zu erwarten? Lagarde wird auf diese Fragen nicht konkret antworten. Investoren erhoffen sich jedoch neue Signale, um ihre Erwartungen gegebenenfalls neu auszurichten.

11.04.2024 – 12:40 Uhr Leonidas Exuzidis

Die Inflationsrate im Euro-Raum hat sich zuletzt dem Ziel der EZB von 2,0 Prozent angenähert. Im März waren die Verbraucherpreise einer ersten Schätzung zufolge noch um 2,4 Prozent gestiegen. Bis zur Juni-Sitzung folgen noch zwei weitere monatliche Inflationsdaten, ebenso neue Daten zur Entwicklung der Tariflöhne im ersten Quartal.

11.04.2024 – 12:38 Uhr Leonidas Exuzidis

Eine Senkung der Zinsen bereits an diesem Donnerstag wäre eine große Überraschung gewesen. Lagarde und weitere führende Notenbanker hatten in den vergangenen Wochen deutliche Signale gegeben, dass es frühestens im Juni so weit sein könnte.

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