Modellvorhaben Pflege: Schwierigkeiten bei der Erprobung von KIM
Der Nachrichtendienst KIM läuft über die Telematikinfrastruktur.
Foto: imago/photothekDüsseldorf. Ab Sommer 2025 müssen Pflegekräfte mit der Telematikinfrastruktur (TI) arbeiten. Faxe und Telefonate mit Ärzten über den Gesundheitszustand ihrer Patienten sind dann überflüssig, sie erhalten diese Informationen über die TI, das Internet speziell für das Gesundheitswesen. Bis dahin müssen 31.000 Einrichtungen angeschlossen sein, schätzt die für die TI zuständige Gesellschaft Gematik.
Damit es im nächsten Sommer keine bösen Überraschungen gibt, hat der Gesetzgeber den GKV-Spitzenverband 2020 beauftragt, die TI-Anbindung der Pflege in einem Modellprojekt zu erproben. Bundesweit beteiligen sich seit 2021 87 Einrichtungen an dem Projekt, das in diesem Jahr ausläuft. Im Herbst will der GKV-Spitzenverband die Ergebnisse vorstellen. Auf der Messe „Altenpflege“ in Essen teilte die Projektleiterin, GKV-Mitarbeiterin Jeannette Winkelhage, am Donnerstag jedoch erste Erkenntnisse mit der Branche.
Und sie bedauert vor allem einen Punkt: Nicht alle TI-Anwendungen konnten ausreichend getestet werden.
60 stationäre und 27 ambulante Pflegeeinrichtungen nehmen an dem Projekt teil. Die Einrichtungen befinden sich in verschiedenen Regionen und weisen unterschiedliche Digitalisierungsgrade auf. Das Projekt bilde ein breites Spektrum ab, so Winkelhage.