
Irans Parlamentssprecher Kalibaf registriert sich für Präsidentenwahl
Im Iran hat sich nun auch Parlamentssprecher Baker Kalibaf als Kandidat für die Präsidentenwahl Ende Juni registrieren lassen. "Wenn ich nicht als Kandidat antrete, wird die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme der Menschen begonnen haben und die nun Früchte trägt, nicht abgeschlossen werden", begründete Kalibaf am Montag seinen Schritt. Mit seiner Bestätigung als Parlamentssprecher vor wenigen Tagen war erwartet worden, dass Kalibaf auf eine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt verzichtet. Bis zum Mittag hatten sich einem Vertreter der Wahlbehörde zufolge etwa 60 Kandidaten angemeldet. Sie werden nun vom erzkonservativen Wächterrat auf ihre Eignung geprüft. Die Liste der qualifizierten Kandidaten wird am 11. Juni veröffentlicht werden.
Kalibaf hatte bereits an zwei Präsidentenwahlen teilgenommen - allerdings ohne Erfolg. Bei einer weiteren Abstimmung im Jahr 2017 zog er seine Kandidatur zugunsten des ultrakonservativen Ebrahim Raisi zurück, der damals allerdings dem als gemäßigt geltenden Hassan Rohani unterlag. Auch der gemäßigte früherer erste Vize-Präsident Easchak Dschahagiri ließ sich am Montag - dem letzten der fünf dafür vorgesehenen Tage - registrieren. Angemeldet hatten sich bereits der Hardliner und Ex-Präsident Mahmud Achmadinedschad sowie der frühere Parlamentssprecher Ali Laridschani, ein bekannter Konservativer und Verbündeter des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei.







