Digitalisierung: Neuer Mobilfunkstandard: Was bringt 5G für die Industrie von morgen?
Nikolaos Kalivianakis, Director B2B-Business Solutions bei Telefónica Deutschland, stellt aktuelle Use Cases für 5G für verschiedene Industrie- und Wirtschaftszweige vor.
Foto: HandelsblattDüsseldorf.
Die digitale Transformation stellt die Wirtschaft vor grundlegende Herausforderungen. Laut dem Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom wird die Hälfte aller Unternehmen hierzulande ihr Geschäftsmodell anpassen müssen. Prozesse müssen neu gedacht werden, neue Fachkräfte werden gebraucht und Firmen benötigen neue Anwendungen für ihre Geschäftsaktivitäten. Doch die Transformation ist ohne einen wichtigen Faktor nicht möglich: die richtige Infrastruktur.
Diese soll der ultraschnelle Mobilfunkstandard 5G gewährleisten. Die fünfte Netz- und Mobilfunkgeneration löst den aktuellen 4G-Standard ab, besser bekannt als LTE. Mit einer 20-fach höheren Geschwindigkeit ermöglicht 5G Datenübertragung mit so gut wie keiner Verzögerungszeit zwischen Senden und Empfangen. Für Nikolaos Kalivianakis, Director B2B Business Solutions beim Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland, ist dies eine der größten Technologie- und Telekommunikationsrevolutionen seit langem. „5G bringt so viele Neuerungen und Möglichkeiten mit sich, wie etwa das erste iPhone vor 15 Jahren unser Kommunikations- und Medienverhalten verändert hat.“
Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona, der jährlichen Fachmesse der Telekommunikationsbranche, zeigten die Ausstellerfirmen Anwendungsbeispiele, wie 5G die Wirtschaft verändern wird. Logistikroboter, die per Fernsteuerung aus hunderten Kilometern Entfernung ohne Zeitverzögerung gesteuert werden können. Künstliche Intelligenzen, die in Echtzeit Prognosen für Maschinen oder Lieferketten berechnen und Handlungsempfehlungen geben.
Doch das 5G-Netz birgt noch mehr Möglichkeiten. Über sogenanntes ‘Network Slicing‘ wird ein Netzwerk in verschiedene Frequenz- und Datenbereiche, sogenannte Slices, unterteilt. Diese Slices können dann von anwendungsbezogenen Schnittstellen (A.P.I.) genutzt werden. Beispielsweise für Onlinebanking. „Ich brauche keine 2-Faktor-Authentifizierung mehr, sondern das Netz gibt der Banking-App die Informationen datenschutzkonform weiter, die sie zur Validierung meiner Identität benötigt“, erläutert Nikolaos Kalivianakis. 21 Netzbetreiber weltweit sowie zahlreiche Unterstützerfirmen aus verschiedenen Techbranchen arbeiten an der Entwicklung solch standardisierter Schnittstellen im 5G-Netz. Diese sollen es Softwareentwickler:innen und App-Anbieter:innen ermöglichen, auf die Netze zuzugreifen und neue digitale Lösungen zu entwickeln.
In dieser Folge ‘So klingt Wirtschaft – dem Business-Talk der Solutions by Handelsblatt Media Group‘ erfahren Sie von Nikolaos Kalivianakis von Telefonica Deutschland…
- welche großen Vorteile das 5G-Netz bringt,
- für welche Branchen und Unternehmen 5G vor allem relevant sein wird,
- wie massentauglich und bezahlbar erste 5G-Anwendungen bereits heute sind
- und wie Mobilfunkanbieter daran arbeiten, das noch schneller neue Applikationen marktreif gemacht werden können.
Dieser Podcast ist kein Produkt der Handelsblatt-Redaktion. Für den Inhalt sind die Interviewpartner*innen und die Solutions by Handelsblatt Media Group verantwortlich.
