Immobilienbestand: Fokus auf Umwelt: So baut Kaufland seine Filialen nachhaltig um
Im Podcast ‘So klingt Wirtschaft‘: Marina Fischer, Teamleiterin Innovationen bei der Kaufland Stiftung, darüber, wie der Einzelhandelskonzern seine Filialen klimaneutral umbaut.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Heizende Kühlschränke, Solarenergie vom Dach, LED-Leuchtmittel in allen Immobilien, Ökostrom zum Laden von Elektroautos und ein Energiemanagement-System, mit dem in Echtzeit der Stromverbrauch aller Geräte eines Supermarkts erfasst und analysiert wird. All diese Maßnahmen nutzt der Einzelhandelskonzern Kaufland, um seine Bestands- und Neubaufilialen klimafreundlich zu gestalten. Insgesamt betrifft das rund 1.500 Immobilien der Supermarktkette, die zur Schwarz Gruppe gehört.
Rund 40 Prozent aller in Deutschland freigesetzten CO2-Emissionen gehen auf den Gebäudesektor zurück. 13 Prozent davon entfallen auf Heizen, Warmwasser und Co.. Damit die Energiewende gelingt, müssen Immobilien klimafreundlicher gemacht und ihr Energiebedarf gesenkt werden. Entsprechend hoch ist der Sanierungsbedarf, denn bis 2045 soll der deutsche Gebäudesektor klimaneutral sein.
Daher arbeitet die Schwarz Gruppe heute schon an ihrer eigenen energetischen Transformation. Die Lebensmitteleinzelhandelstochter Kaufland betreibt ihre Filialen vermehrt mit Photovoltaikstrom vom Dach der Filialen, nutzt ein Echtzeitanalyseprogramm zum Energieverbrauch und verwendet die Abwärme von Kühltruhen und -schränken zum Heizen der Gebäude. Die Idee dahinter: ein Green-Building-Konzept.
Green Buildings sind Immobilien, die wenig Energie und Ressourcen verbrauchen und zudem wirtschaftlich effizient betrieben werden. Allgemein gültige Gesetze oder Vorschriften darüber, was ein Green Building ausmacht, gibt es zwar keine, aber branchenübergreifend gibt es Einigungen darüber, was als Green Buidling zählt und was nicht. Dennoch sieht Marina Fischer, Teamleiterin Innovationen bei der Kaufland-Stiftung, in dem Konzept ein wichtiges Mittel auf dem Weg zu einem umweltfreundlichen Gebäudebestand. „Was wir bei Kaufland verstanden haben, ist, dass der Hebel hin zu einem klimaneutralen Immobilienportfolio bei uns im Bestand liegt. Also ja, auch wir bei Kaufland müssen uns transformieren“.
In dieser Folge ‘So klingt Wirtschaft‘, dem Business-Talk der Solutions by Handelsblatt Media Group, erfahren Sie von Marina Fischer, Teamleiterin Innovationen bei der Kaufland-Stiftung,…
- welche Herausforderungen es bei der Sanierung eines Gebäudebestands gibt,
- welche Maßnahmen Kaufland für seine Neubau- und Bestandsfilialen für mehr Klimaneutralität ergreift,
- welche Rolle Start-ups und Innovationsprojekte für die energetische Transformation spielen
- und wie die Kauflandfiliale von morgen aussieht.
Dieser Podcast ist kein Produkt der Handelsblatt-Redaktion. Für den Inhalt sind die Interviewpartner*innen und die Handelsblatt Media Group Solutions verantwortlich.
