Sustainability: Kreislaufwirtschaft: Wie gelingt die nachhaltige Transformation?
Julia Müller von Capgemini Invent im Podcast ‘So klingt Wirtschaft darüber, wie mehr Kreislaufwirtschaft und die nachhaltige Transformation gelingt.
Foto: HandelsblattDüsseldorf, München. Ein Fernseher mit defektem Mainboard, eine überhitzende Autobatterie oder Einwegbecher für Kaffeegetränke – sie alle sind Produkte der klassischen, linearen Wirtschaft. Kunden kaufen sie, nutzen sie eine bestimmte Zeit und sind sie defekt oder aufgebraucht, landen die ausgedienten Güter im Müll. Das Prinzip dahinter lautet ‘Take, make, waste‘ und prägt bis heute einen Großteil der weltweiten Produktions- und Produktzkylen.
Solch herkömmliche Wertschöpfungsketten herrschen laut dem ‘Circulary Gap Report‘ noch immer vor. Die weltweit hergestellten Produkte bestehen derzeit lediglich zu 7,2 Prozent aus wiederverwendeten oder recycelten Materialien. In Deutschland liegt diese Quote im produzierenden Gewerbe bei ca. 12 Prozent.
Doch in einer Zeit, in der die globalen Ressourcen knapper werden und Umweltauswirkungen immer deutlicher spürbar sind, stehen eben jene konventionelle Wertschöpfungsketten auf dem Prüfstand. Ein Lösungsweg für diese Problem ist Kreislaufwirtschaft.
Das Konzept der ‘Circular Econoy‘ setzt auf ein zirkuläres System, das Ressourcen nachhaltig nutzt, Produktlebenszeiten verlängert, Abfälle minimiert und Umweltauswirkungen reduziert. Für Julia Müller, Head of Sustainable Futures bei der Digitalstrategieberatung Capgemini Invent Deutschland, ist dieses Konzept wegweisend Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. „Zirkularität öffnet neue Möglichkeiten für Einnahmequellen und Geschäftsmodelle, macht Lieferketten widerstandsfähiger gegen Rohstoffknappheit oder Lieferengpässe, reduziert CO2-Emissionen, sichert Wohltand und ebnet den Weg für neue Innovationen“.
In dieser Folge ‘So klingt Wirtschaft‘, dem wöchentlichen Business-Talk der Solutions by Handelsblatt Media Group, erläutert Nachhaltigkeitsexpertin Julia Müller von Capgemini Invent Deutschland…
- was die Unterschiede zwischen linearer und zirkulärer Wertschöpfung sind,
- wie Unternehmen die Transformation strategisch angehen können,
- welche Methoden und Strategien Entscheider:innen für diesen Wandel nutzen können,
- welche Bedeutung politische Entscheidungsorgane für mehr Kreislaufwirtschaft haben
- und warum Partnerschaften für Zirkularität unerlässlich sind.
Die Menschheit verbraucht mehr Rohstoffe als die Erde wiederherstellen kann. Klassische Wertschöpfungsketten benötigen besonders viele Ressourcen. Mit Kreislaufwirtschaft dagegen können Unternehmen dieses Problem lösen.
