Transformation: Ausbau der Erneuerbaren – Deswegen braucht Deutschland die Energiewende
Düsseldorf. Die grüne und nachhaltige Transformation ist in vollem Gange – und die Ziele sind klar definiert. Bis 2045 will Deutschland vollständig klimaneutral sein, die Europäische Union peilt für sich das Jahr 2050 an. Bereits bis 2030 soll europaweit der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wie CO2 im Vergleich zum Jahr 1990 um mehr als die Hälfte reduziert werden (55%). Mit dem Übergang hin zu einer emissionsfreien Wirtschaft und Gesellschaft wollen die EU-Länder Unternehmen zu mehr Kreislaufwirtschaft bewegen, den Standort Europa zum Innovationszentrum für nachhaltige Innovationen ausbauen und sich unabhängig von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas in der Energieerzeugung machen.
Deutschland will bis 2030 etwa 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Solar zu erzeugen. Der Blick auf das zurückliegende Jahr ist dabei vielversprechend. 60 Prozent des deutschen Stroms stammte 2023 aus regenerativen Energiequellen. Windkraft hatte mit etwa 60 Prozent den größten Anteil der Erneuerbaren am Strommix. Außerdem wurden im vergangenen Jahr so viele neue Windräder genehmigt, wie seit sieben Jahren nicht mehr. 977 Bewilligungen zum Bau neuer Windkraftanlagen wurden erteilt. Die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Bayern ist mit nur 17 Bauerlaubnissen deutschlandweit das Schlusslicht.
Für Carsten Bovenschen, Chef des Projektentwicklers JUWI, gibt es aber noch deutlich Luft nach oben, „Vom Prinzip her sind viele für die Energiewende, wenn es dann aber konkret wird und je näher beispielsweise ein Projekt heranrückt an den eigenen Garten, umso komplexer werden die Themen dann auch in der Genehmigung, in der Argumentation mit den Menschen. Aber ich glaube, vom Grundsatz her haben wir in der Gesellschaft eine Grundstimmung, die ist so gut wie nie zuvor.“
Von Carsten Bovenschen, CEO und CFO der JUWI Group, erfahren Sie in dieser Folge ‘So klingt Wirtschaft‘…
- warum der Ausbau regenerativer Energiequellen alternativlos ist,
- welche Hürden es bei Projektentwicklungen und -genehmigungen gibt,
- welche Vorteile das Bürgerbeteiligungsgesetz den Bürger:innen und Kommunen bringt
- und wie noch mehr Verständnis bei allen Beteiligten für den Ausbau der Erneuerbaren geschafft werden kann.
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