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Dramatischer SelbstmordGriechischer Banker stürzt sich von Akropolis

Ein griechischer Banker entschloss sich zu einem verzweifelten Schritt: Der 45-Jahre alte Angestellte der Krisenbank ATE stürzte sich von der Akropolis, dem Wahrzeichen des Landes - vor den Augen von dutzenden Touristen. 28.06.2012 - 19:08 Uhr Artikel anhören

Die Akropolis wurde Schauplatz eines tragischen Unglücks. Ein Mann stürzte sich von dem griechischen Wahrzeichen in den Tod.

Foto: dpa

Athen. In Griechenland äußert sich die steigende Selbstmordrate immer dramatischer: Am Donnerstag stürzte sich ein Banker vor den Augen von Touristen von der Akropolis, der bekanntesten Attraktion des taumelnden Euro-Landes. Der 45-jährige Angestellte der kriselnden griechischen ATE-Bank sei am Donnerstag im Krankenhaus in Athen seinen schweren Verletzungen erlegen, die er sich am Morgen bei dem Sturz zugezogen hatte, teilte die Polizei mit.

Nach Polizeiangaben ereignete sich der Vorfall gegen 09.30 Uhr Ortszeit. Zu der Zeit sind für gewöhnlich bereits zahlreiche Besucher an der Akropolis, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Ein Wachmann an der Akropolis berichtete, der Mann sei von dem Hügel gesprungen, auf dem sich die antike Stätte befindet, und hundert Meter tiefer auf dem Dionysostheater gelandet. Offenbar sei er geistig verwirrt gewesen.

Der Bankangestellte habe seinen Kollegen gesagt, er gehe nur kurz vor die Tür und komme bald wieder, verlautete aus Polizeikreisen. Die Polizei fand bei dem Mann lediglich eine Notiz mit seinem Namen.

Die vor allem im Agrarbereich tätige ATE-Bank war durch zwei Stresstests gefallen und soll umstrukturiert werden. Im Zuge von Privatisierungsmaßnahmen, die Teil des mit den internationalen Gläubigern ausgehandelten Sparprogramms sind, will der griechische Staat 25 Prozent seines insgesamt 76 Prozent umfassenden Anteils an der Bank veräußern.

Die wachsende Zahl der Selbstmorde spiegelt die zunehmende Verzweiflung der Griechen wieder, die unter Rezession, Massenarbeitslosigkeit und drastischen Ausgabenkürzungen der Regierung leiden. Allein 2011 töteten sich ein Viertel mehr Griechen als im Vorjahr. Immer mehr greifen auf Antidepressiva und psychiatrische Hilfe zurück. Die neue Regierung unter Führung der Konservativen nennt die Belastungen durch den Spar- und Reformkurs untolerierbar und setzt sich bei den Geldgebern für eine Lockerung der Auflagen ein.

rtr, afp
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