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Jahresbericht 2019 Abfindungen drücken Sotheby's Bilanz

Sotheby‘s veröffentlicht den Jahresbericht 2019 nicht mehr bei den Finanzmitteilungen, sondern zwischen PR-Meldungen.
07.05.2020 - 13:56 Uhr Kommentieren
Der Auktionsriese hat seinen Jahresbericht 2019 vorgelegt. Quelle: Reuters
Sotheby's Standort in New York

Der Auktionsriese hat seinen Jahresbericht 2019 vorgelegt.

(Foto: Reuters)

Berlin Das Jahr 2019 verlief nicht gut für Sotheby‘s. Das war zu erwarten, denn weltweit hatte die Branche nach Einschätzung des „Art Basel UBS Global Art Market Reports“ einen Rückgang des Marktvolumens um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verkraften.
Bei dem New Yorker Auktionshaus ging der Umsatz von 1,036 Milliarden US-Dollar auf 992 Millionen zurück. Unter dem Strich steht 2019 jedoch ein Verlust von 71 Millionen Dollar nach einem Gewinn von knapp 109 Millionen Dollar 2018.

Nachzulesen ist das in dem Jahresbericht 2019. Einer der größten Posten auf der Soll-Seite sind die Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Traditionsunternehmens durch Patrick Drahi über seine Firma BidFair Holdings Inc. im letzten Jahr und die damit verbundenen Abfindungen für Spitzenpersonal. Der Telekommunikationsunternehmer Drahi hatte letzten Juni die Aktienmehrheit übernommen und Sotheby‘s von der Börse genommen.

Gleichwohl ist Sotheby‘s noch immer publikationspflichtig, weil das Unternehmen noch handelbare Anleihen ausstehen hat. Das könnte einer der Gründe dafür sein, dass der „Annual Report“ zwar nach wie vor auf der Webseite des Auktionshauses zu finden ist. Doch nicht mehr an der gewohnten Stelle bei den Finanzmitteilungen, sondern etwas versteckt zwischen den übrigen Presse- und PR-Mitteilungen.

Denn dieser Jahresbericht hat es in sich. Schon im vorangestellten Report der unabhängigen Auditoren der Wirtschaftsprüfer Deloitte & Touche wird auf eine Gefahr hingewiesen, die Sotheby‘s selbst weiter unten erwähnt: „Das Unternehmen hat den Betrieb seiner Live-Auktionen im März 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie vorübergehend eingestellt und kann daher möglicherweise seine Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht erfüllen und die Einhaltung seiner finanziellen Verpflichtungen, die in den Vereinbarungen über neue Kreditfazilitäten gefordert werden, in den nächsten zwölf Monaten nicht aufrechterhalten.“

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    Das leuchtet ein. In der aktuellen Situation kann niemand seriöserweise exakte Prognosen treffen. Es gehört daher zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht, auf diese Unsicherheiten hinzuweisen, ebenso wie der noch bedrohlicher klingende Satz: „Das Unternehmen hat erklärt, dass diese negativen finanziellen Bedingungen erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung des Unternehmens aufkommen lassen.“

    Handlungsbedarf für den Eigentümer

    Lauren Gioia, die Kommunikationschefin von Sotheby‘s, betont auf Handelsblatt-Nachfrage: „Es besteht auf keinen Fall die Gefahr, dass Sotheby‘s zahlungsunfähig werden oder Konkurs anmelden könnte. Sotheby‘s steht nicht zum Verkauf. Das Unternehmen verfügt bei Bedarf über die unbedingte finanzielle Unterstützung von Herrn Drahi.“

    Es ist auch kaum anzunehmen, dass Eigentümer Patrick Drahi seine gerade erst errungene Trophäe vor die Wand fahren lässt, zumal die aktuelle Schieflage tatsächlich nur eine begrenzte Aussagekraft über die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells hat.

    Doch Schulden drücken Sotheby‘s schon lange und zwar dergestalt, dass das Moody‘s Rating sich seit vielen Jahren tief im B-Bereich bewegt, aktuell bei B1 für hochspekulative Anlagen. Hier muss Drahi aktiv werden, um Einlieferer nicht zu verunsichern und damit sein Auktionshaus im Wettbewerb um die besten Kunstwerke mithalten kann.

    Mehr: Führungswechsel: Ein neuer CEO für Sotheby's

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