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Kunstauktionshaus Nagel Ehemalige Mitarbeiter retten den Versteigerer aus der Insolvenz

Die branchenbekannten Kunstexperten Uwe Jourdan und Michael Trautmann kehren als Gesellschafter zurück und wagen Nagels Neufang.
01.09.2020 - 06:08 Uhr Kommentieren
Uwe Jourdan ist die treibende Kraft im neuen Gesellschafterkreis.
Uwe Jourdan

Uwe Jourdan ist die treibende Kraft im neuen Gesellschafterkreis.

Düsseldorf Der neue Geschäftsführer des Kunstversteigerers Nagel heißt nach vier Jahren Pause wieder Uwe Jourdan. Diesmal ist der 53-Jährige ausgebildete Kunsthändler und Teppich-Experte die treibende Kraft im neuen Gesellschafterkreis. Dazu zählen nun auch Nagels bewährter Asiatika-Experte Michael Trautmann sowie Saskia Straub, Fabio Straub und Tim Straub. Die drei Kinder des 2004 plötzlich verstorbenen Nagel-Eigentümers Robin Straub werden in einigen Jahren ins operative Geschäft eintreten.

Damit ist eine Insolvenz des 1922 gegründeten Traditionshauses abgewendet und das seit Juni laufende Sanierungsverfahren in Eigenregie erfolgreich beendet. Die neue Firma „Nagel Auktionen GmbH“ kommt diesmal ohne den Zusatz „&Co. KG“ aus.

Vermieterin der großen Immobilie ist nach wie vor Straubs Witwe. Doch ab 1. September 2020 werden nicht mehr sechs Etagen bespielt, sondern nur noch vier, um die Fixkosten zu reduzieren. Der Mitarbeiterstab wird in einigen Bereichen verschlankt, bei den Experten aber ausgebaut.

Denn der Bereich moderne und zeitgenössische Kunst und Design rückt stärker in den Blick. Bereits am 5. November kommt Teil 1 einer Moderne-Sammlung aus Nordrhein-Westfalen unter den Hammer. Eine Auswahl aus dieser Privatsammlung soll im Herbst die neue Berliner Repräsentanz in der Keithstraße eröffnen.

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    Am 8. und 9. Dezember werden mehrere alte Kollektionen chinesischer Kunst wieder am alten Ort in Stuttgart versteigert. Die Dependance in Salzburg ist aufgegeben. Besonderes Augenmerk dürfte die Sammlung von Friedrich und Dr. Ruth Boss auf sich ziehen, die der 55- jährige Betriebswirt und Asiatika-Experte Trautmann für Nagel sichern konnte.

    Die Medizinerin war Leibärztin der letzten chinesischen Kaiserin Wanrong. Ruth Boss baute ihre Sammlung von Möbeln und Kunstgewerbe in China zwischen 1912 und 1938 auf. Solche alten Provenienzen schätzt der Markt. Internationale Aufmerksamkeit von Privatsammlern und Museen weltweit ist dafür sicher. Dann kann Nagel Auktionen wieder seine Trümpfe ausspielen.
    Mehr: 22 Chinesen kämpfen um ein Bronzebecken

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