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250. Geburtstag Das sind die wichtigsten Termine für das Beethovenjahr

Ludwig van Beethoven hätte in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag begangen. Zahlreiche Events feiern den berühmten Komponisten mit Sonderveranstaltungen.
13.01.2020 - 15:54 Uhr Kommentieren
Bundesweit gibt es in diesem Jahr anlässlich des 250. Geburtstages mehr als tausend Veranstaltungen. Quelle: dpa
Statue von Ludwig von Beethoven

Bundesweit gibt es in diesem Jahr anlässlich des 250. Geburtstages mehr als tausend Veranstaltungen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Er ist weltweit einer der meistgespielten Komponisten und seine Melodien kennt fast jeder. Ganz gleich ob das Klavierstück „Für Elise“ oder das markante „Tatata-taa“ seiner 5. Sinfonie: Ludwig van Beethoven (1770-1827) ist sozusagen in aller Ohr. Und das nicht nur in Deutschland. Beethovens „Ode an die Freude“ aus seiner 9. Sinfonie ist seit 1985 offizielle Hymne der Europäischen Gemeinschaft.

Deshalb war für die Bundesregierung auch klar, dass der 250. Geburtstag des gebürtigen Bonners gebührend gefeiert werden muss. Das hatten CDU, CSU und SPD sogar offiziell in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Insgesamt 43,5 Millionen Euro machten der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis für das Beethoven-Jubiläumsjahr locker.

In den zwölf Monaten bis zu seinem 250. Geburtstag am 16. Dezember wird Beethoven bundesweit mit mehreren Tausend Veranstaltungen gefeiert, darunter Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen. So haben mehrere Orchester Beethoven-Marathons angekündigt. Die Berliner Philharmoniker wollen am 25. und 26. April einen Großteil der Kammermusik Beethovens aufführen. Die Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim spielt ab dem 4. April in vier Zyklen alle neun Sinfonien Beethovens.

Sämtliche Klaviersonaten bietet im September Igor Levit beim Musikfest Berlin dar. Im Dortmunder Konzerthaus werden am 28. Juni sogar alle neun Beethoven-Sinfonien an einem Tag gespielt. Ein weiteres Highlight ist die Aufführung der „Missa Solemnis“ am 21. August unter der Leitung von Kent Nagano im Kölner Dom.

Orchester in Bonn und Wien spielen gemeinsam

Besonders gefeiert wird natürlich auch in Beethovens Heimatstadt Bonn. Dort ist auch die Hauptausstellung zum Beethovenjahr zu sehen. Die Bundeskunsthalle zeigt unter dem Titel „Beethoven. Welt.Bürger.Musik“ bis zum 26. April eine große Schau zum Leben und Werk Beethovens im Kontext seiner Zeit.

Das jährlich im September stattfindende Bonner Beethovenfest bietet anlässlich des Jubiläums eine Frühjahrsausgabe vom 13. bis zum 22. März. Einer der Höhepunkte des zweiten Festivalteils ist der Auftritt von Star-Violinistin Anne-Sophie Mutter mit dem Pittsburgh Symphonie Orchestra am 6. September.

Zwischen den beiden Festivals wird das Beethoven Orchester am 15. Mai auf der Bonner Hofgartenwiese ein Konzert der besonderen Art geben. Per Live-Brücke wird das Bonner Orchester mit den Wiener Symphonikern zusammen musizieren. Damit werden die beiden Beethoven-Städte verbunden.

Der Komponist war im Alter von 22 Jahren in die österreichische Hauptstadt gezogen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Die Verbindung Bonn-Wien stellt auch das Tourprojekt Musikfrachter her. Vom 12. März bis zum 20. April fährt das Schiff von Bonn über Rhein und Donau nach Wien. An Bord hat der Frachter Musiker, die an 14 Anlegestationen zu Konzerten einladen.

Beethoven wurde vor 250 Jahren in Bonn geboren. Quelle: dpa
Das Geburtshaus

Beethoven wurde vor 250 Jahren in Bonn geboren.

(Foto: dpa)

Der rote Faden des Jubiläumsjahres solle vor allem die Neuentdeckung Beethovens sein, sagt Malte Boecker, künstlerischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums Gesellschaft „Ziel ist nicht, noch mehr Aufführungen der Sinfonien, Klaviersonaten und Streichquartette auf den Weg zu bringen. Wir haben ganz vordringlich Projekte gefördert, die neue Sichtweisen auf Beethoven eröffnen.“

Es gehe darum, sich zu verabschieden von dem Bild des tauben Misanthropen. Weniger präsent sei Beethoven dem breiten Publikum als der progressive Visionär, der er gewesen sei, sagt Boecker, der auch Direktor des Bonner Beethoven-Hauses ist. Beethoven glaubte an Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die Ideale der Französischen Revolution – Themen, die in seinem Werk immer wieder auftauchen.

Viele Projekte des Jubiläumsjahres greifen Beethovens Ideale und Visionen deshalb auf und versuchen, sich ihm von unterschiedlichen Seiten neu zu nähern. So spürt etwa Robert North im Theater Krefeld mit dem Tanzprojekt „Beethoven!“ ab dem 25. Januar dem Schicksal des Künstlers nach.

Beethovens tragisches Leiden an seiner fortschreitenden Schwerhörigkeit wird mit Texten aus der Feder des Komponisten in das Stück eingearbeitet. Eine Neuinterpretation von Beethovens Werk gibt es in der Berliner Philharmonie, wo der Posaunist Nils Landgren am 25. März mit der Jazzrausch Bigband einen „Beethoven Remix“ spielt.

Das Jubiläumsjahr gipfelt in einer Beethoven-Gala zu seinem 250. Geburtstag am 16. Dezember und in einem Konzert mit dem West-Eastern-Divan Orchester unter der Leitung von Daniel Barenboim am 17. Dezember 2020 in der Oper Bonn.

Mehr: Das Beethoven-Jahr führt dazu, dass der renommierte Lonely-Planet-Reiseführer Bonn als Geheimtipp aufführt.

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