Isar Aerospace: „Spectrum“-Start verschoben – Meilenstein für Raumfahrt
Düsseldorf. Berlin. Noch ist für Deutschlands größte Weltraumhoffnung Warten angesagt: Das Münchener Start-up Isar Aerospace hat den für Montag geplanten Start seiner Rakete „Spectrum“ vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya aus wegen widriger Wetterbedingungen verschoben. In den kommenden Tagen soll ein neuer Versuch gestartet werden. Würde dieser gelingen, wäre es der erste private Weltraumflug eines deutschen Unternehmens.
Helmut Schöneberger, der das Start-up-Zentrum UnternehmerTUM leitet und Isar Aerospace seit der Gründung unterstützt, spricht von einem „Wendepunkt für Europas Zugang zum All“. Künftig sollen die Trägerraketen des Unternehmens Satelliten in die Erdumlaufbahn befördern.
„In der Vergangenheit wurde Raumfahrt sehr stiefmütterlich behandelt. Ich glaube, es hat ein Umdenken stattgefunden in Brüssel und Berlin“, sagte der Vorstandschef von Isar Aerospace, Daniel Metzler, dem Handelsblatt in einem Interview. Er unterstrich die Bedeutung eines europäischen Satellitensystems im All. „Ohne Satellitenkommunikation ist unsere Verteidigung faktisch blind“, sagte Metzler.