Anlagestrategie: Gewinnaussichten bis zu 95 Prozent: Diese Aktien trotzen Krieg und Rezessionssorgen
Der Konzern profitiert vom starken Geschäft in seinen Sparten Flachstahl und Handel.
Foto: dpaDüsseldorf. Steigende Rohstoffkosten, teurer Strom, gestörte Lieferketten und Materialmangel angesichts der verschärften Sanktionen: Der Ukrainekrieg stellt die Unternehmen vor große Herausforderungen. Analysten rechnen für die Mehrzahl der Konzerne mit sinkenden Gewinnen nach dem Rekordjahr 2021. Aber nicht für alle.
Einige Unternehmen profitieren von der mit einem Mal veränderten Nachfrage oder den knapper werdenden Ressourcen. Das Handelsblatt stellt neun dieser Konzerne vor. Bei ihnen sind die Schätzungen für den operativen Gewinn des laufenden Jahres um vier bis 95 Prozent gestiegen. Und es sind längst nicht nur die üblichen Verdächtigen.
Nicht nur Waffen und Munition sind derzeit gefragt, weil fast alle Staaten ihre Militärausgaben erhöhen. Auch Unternehmen, die Strom erzeugen, Rohstoffe fördern, weiterverarbeiten und wiederaufbereiten, profitieren von den Engpässen infolge der verhängten Sanktionen.
Infineon
Krisenprofiteure sind auch Aktien von Unternehmen, für deren Produkte Knappheitspreise bezahlt werden, weil die Hersteller nicht so viel produzieren können, wie Kunden nachfragen. Dazu zählt besonders die Halbleiterindustrie. Infineon hat nach erneut gestiegenen Erträgen im ersten Quartal seine Jahresprognose für den Umsatz und die Profitabilität erhöht. Analysten setzten seit Jahresbeginn ihre Gewinnschätzungen um gut vier Prozent nach oben.