DWS: Anleger aus Nahost und Asien entdecken Infrastrukturfonds
Frankfurt. Die geplanten Milliardeninvestitionen der Bundesregierung in Infrastruktur wecken laut DWS-Chef Stefan Hoops das Interesse ausländischer Investoren. Aus dem Nahen Osten und Asien flössen den Infrastrukturfonds der Deutsche-Bank-Tochter neue Gelder zu, sagte Hoops dem Handelsblatt. US-Investoren hingegen hielten sich bislang zurück.
„Das Infrastrukturpaket der Bundesregierung hat das Sentiment verbessert“, sagte Hoops. Internationale Investoren hätten „das Gefühl, dass sich etwas bewegt, und wollen deshalb in Deutschland dabei sein“. Das sehe man in Kundengesprächen und den eigenen Infrastrukturfonds, sagte der DWS-Chef.
Die Bundesregierung will in den kommenden Jahren 500 Milliarden Euro staatliches Geld über ein Sondervermögen in die deutsche Infrastruktur investieren. Branchenvertreter fordern, diesen Betrag durch private Investitionen aufzustocken.
24 Milliarden Euro verwaltet das Institut in Infrastrukturfonds
Dem Infrastrukturbereich der DWS flossen im zweiten Quartal unter dem Strich 3,9 Milliarden Euro neues Anlegergeld zu, wie aus am Donnerstagmorgen veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Demnach habe man in dem Bereich ein neues Mandat gewonnen. In Infrastrukturfonds verwaltete das Institut damit Ende Juni etwa 24 Milliarden Euro.