ETFs: Wie Privatanleger die Norwegen-Strategie im Depot umsetzen
Frankfurt. Wenn Norwegens Staatsfonds zweimal im Jahr sein Portfolio offenlegt, ist das Interesse immens. Er ist der größte Staatsfonds weltweit und investiert global in Aktien, Anleihen, Immobilien und private Infrastruktur – im Gesamtwert von mehr als 1,7 Billionen Euro. Kontrolliert vom norwegischen Finanzministerium, ist der Fonds an Tausenden Unternehmen beteiligt und hält insgesamt mehr als 1,5 Prozent des globalen Aktienmarkts.
Der Staatsfonds legt die Erträge aus Norwegens Öl- und Gasförderung an und dient vor allem als Finanzreserve für die Zukunft. Für die norwegische Bevölkerung war das bisher einträglich: Seit 1998 kommt der Fonds auf eine durchschnittliche Jahresrendite von 6,4 Prozent. Die Erträge aus vergangenen Investments machen inzwischen deutlich mehr als die Hälfte des Fondsvolumens aus.
Clemens Bomsdorf hat vor einigen Jahren ein Buch über die Frage veröffentlicht, was Anleger von dem Fonds lernen können. Er sagt: „Gemessen an der durchschnittlichen Rendite und der Volatilität ist der Staatsfonds extrem erfolgreich.“ Bomsdorf empfiehlt Privatanlegern, sich an dessen Prinzipien zu orientieren.