Interview: Was Amundi-Chefin Valérie Baudson Privatanlegern aktuell rät
Die Managerin führt Amundi seit Mai 2021.
Foto: Magali DelporteParis. Die Chefin von Europas größter Vermögensverwaltung Amundi rät Privatanlegern, weniger in Aktien zu investieren und stattdessen auf „Geldmarktfonds, festverzinsliche Wertpapiere mit guter Qualität oder strukturierte Produkte mit Kapitalschutz“ zu setzen.
„Wir halten die Bewertung der Aktienmärkte für hoch“, betont Valérie Baudson. Dennoch seien Indexfonds (ETFs) für eine längerfristige Geldanlage weiter eine gute Idee. Der ETF-Boom sei keineswegs vorbei, auch wenn der Markt derzeit etwas langsamer wachse.
Lesen Sie hier das ganze Interview mit Amundi-Chefin Valérie Baudson:
Frau Baudson, Sie führen die größte Vermögensverwaltung Europas. Welchen Rat geben Sie Privatanlegern für ihr Geld?
Im gegenwärtigen Umfeld, das von Inflation und steigenden Zinsen gekennzeichnet ist, sollte man vor allem Geldmarktfonds, festverzinsliche Wertpapiere mit guter Qualität oder strukturierte Produkte mit Kapitalschutz in Betracht ziehen. Auf der anderen Seite halten wir die Bewertung der Aktienmärkte für hoch, sodass man in diesen Märkten etwas weniger investiert sein sollte. Wir sehen diese Trends ganz konkret in unseren Zuflüssen: Erfolgreich sind zum Beispiel Geldmarktfonds. Der „Amundi Euro Liquidity SRI“-Fonds, den wir in Europa vertreiben, hat seit Jahresbeginn mehr als drei Prozent zugelegt.