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GeldanlageDas sind die sichersten und unsichersten Aktienmärkte

Eine Auswertung von HQ Trust zeigt, in welchen Ländern die Börsenkurse besonders stark schwanken. Für Schwellenländer ist das Ergebnis überraschend.Andreas Neuhaus 12.09.2023 - 09:54 Uhr Artikel anhören

Der türkische Aktienmarkt gehört laut HQ Trust zu den riskantesten der Welt.

Foto: AP

Düsseldorf. Diversifikation ist für Anlegerinnen und Anleger eines der wichtigsten Themen: Sie sollten also sowohl auf unterschiedliche Anlageklassen setzen als auch dort ihre Investments breit streuen.

Der Gedanke dahinter: Wer sein Geld über mehrere Währungsräume und Branchen verteilt, dessen Depot sollte im Wert weniger schwanken, weil sich die Bewegungen ausgleichen. Wer dagegen vor allem auf Aktien aus einem Land setzt, geht ein höheres Risiko ein.

Analyst Pascal Kielkopf vom Family-Office HQ Trust hat nun nachgerechnet, in welchen Ländern das Schwankungsrisiko (Volatilität) am größten und am kleinsten ist. Er hat dafür die durchschnittliche Volatilität von insgesamt 50 Aktienindizes über fünf Jahre berechnet: die des globalen Börsenbarometers MSCI ACWI sowie die Euro-Monatsrenditen 49 einzelner MSCI-Länderindizes. Diese bilden jeweils 85 Prozent der Marktkapitalisierung der lokalen Aktienmärkte ab.

Das Ergebnis: Die schwankungsstärksten Länderindizes stammen aus Schwellenländern. Der „sicherste“ Aktienmarkt überraschenderweise aber auch.

So sind 17 der 20 schwankungsstärksten Länderindizes Schwellenländern zuzuordnen. „Mit Volatilitäten von über 30 Prozent pro Jahr gehörten die Aktienmärkte der Türkei, Kolumbiens, Brasiliens und Pakistans in den vergangenen fünf Jahren zu den riskantesten der Welt“, sagt Kielkopf. Allerdings hat sich auch ein Industrieland unter die ersten fünf gemischt: Österreich. Es weist mit 29,6 Prozent die fünfthöchste Schwankungsbreite auf.

Malaysia, Schweiz und Japan liegen vorn

„Auch innerhalb der einzelnen Länderindizes lassen sich Diversifikationseffekte beobachten“, sagt Kielkpof. „So setzten sich die ‚riskanten‘ Länderindizes Kolumbiens, Pakistans und Österreichs jeweils aus weniger als fünf Titeln zusammen.“

Deutlich breiter aufgestellt sind dagegen die Länderindizes aus Malaysia, der Schweiz und Japan, die aus 30 bis 200 Titeln bestehen. Diese drei sind zusammen mit Portugal auch die einzigen Länder, deren Indizes eine geringere Volatilität als der MCSI ACWI ausweisen. Hier liegen die Werte bei 15 oder niedriger, beim MSCI ACWI sind es 15,6 Prozent. Der „sicherste“ Aktienmarkt ist demnach Malaysia.

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Die Rendite reduziert Diversifikation übrigens nicht, wie Kielkopfs Auswertung zeigt. „Der breit diversifizierte ACWI-Investor hatte mit das geringste Risiko und konnte mit die beste Performance erzielen. Bei vergleichbar geringem Risiko ließen sich nur in der Schweiz noch höhere Gewinne erreichen.“

Erstpublikation: 11.09.2023, 13:58 Uhr.

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