Mutmaßlicher Anlagebetrüger: S&K-Chef bei Fluchtversuch verletzt
Die S&K-Geschäftsführer Stephan Schäfer und Jonas Köller auf einer ihrer Partys.
Foto: WirtschaftsWocheFrankfurt/Main. Bei einem Fluchtversuch aus dem Frankfurter Landgericht hat sich der mutmaßliche S&K-Anlagebetrüger Stephan Schäfer schwer verletzt. Der mit Handschellen gefesselte Mann habe sich am Freitagvormittag aus einem Fenster im ersten Stock gestürzt, bestätigte ein Gerichtssprecher einen Bericht von „bild.de“.
Beim Sturz auf das Pflaster aus etwa sechs Metern Höhe habe sich der Hauptbeschuldigte aus dem Anlagebetrugsverfahren um die Immobiliengruppe S&K schwer verletzt. Lebensgefahr habe nicht bestanden, verlautete aus Justizkreisen. Der 34 Jahre alte Untersuchungshäftling musste in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er nach Angaben des Justizministeriums noch am Freitag operiert werden sollte. Er war aus dem Gefängnis in Weiterstadt zu einem Zivilprozess gegen eine der S&K-Gesellschaften als Geschäftsführer vorgeladen worden. Sein Kompagnon Jonas Köller war nicht im Gericht.
Der mit Handschellen gefesselte Schäfer war am Freitag von Justizbeamten begleitet worden. Der Gerichtssaal B 116 befindet sich im ersten Stock eines repräsentativen Altbaus aus der Gründerzeit. Laut „bild.de“ war Schäfer beim Betreten des Saals auf das offene Fenster losgestürmt und rausgesprungen. Die völlig überrumpelten Wachtmeister hatten den durchtrainierten Bodybuilder nicht mehr stoppen können.