Dax: Welche Szenarien beim Leitindex jetzt möglich sind
Nach der starken US-Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt in der vergangenen Woche war der Dax erstmals in seiner Geschichte kurzzeitig auf knapp über 19.000 Punkte gestiegen. Dahinter steckt das optimistische Szenario, wonach es der Notenbank gelingen wird, der Wirtschaft zu einer weichen Landung zu verhelfen: dass also die Konjunktur nur ein wenig an Schwung verliert, aber nicht in eine Rezession rutscht.
Die niedrigeren Zinsen sollen dabei helfen, weil Konsumenten und Unternehmen preisgünstiger an neue Kredite kommen und so zu höheren Ausgaben verleitet werden.
Für dieses Positivszenario gibt es gute Gründe. Der Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp hat errechnet, dass der Dax nach den ersten Leitzinssenkungen in den Jahren 1984, 1989, 1995 und 1998 in dem jeweils folgenden Jahr weiter gestiegen ist. Die US-Wirtschaft war weiter gewachsen.
Die Rechnungen zeigen aber auch, dass der Dax nach den ersten US-Leitzinssenkungen 1981, 2001, 2007 und 2019 unter Druck kam. Grund dafür war, dass die US-Wirtschaft trotz Zinssenkungen in die Rezession rutschte.
