Märkte-Insight: Anleger sollten keine Angst haben, einen Trend zu verpassen
Wer kennt dieses Gefühl als Anlegerin oder Anleger nicht: die Angst, etwas zu verpassen. Im Englischen gibt es dafür ein Akronym, das es in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft hat: Fomo – „Fear of missing out“.
Das liegt daran, dass sich im Rückblick die schönsten Renditen errechnen lassen. Wer wäre nicht gern im Oktober 2022 beim Chiphersteller Nvidia eingestiegen, bevor die mehr als 1000-prozentige Kursrally ihren Anfang nahm? Nur war zu diesem Zeitpunkt die von der Nachfrage nach KI-Chips ausgelöste exponentielle Kursentwicklung noch nicht absehbar, weil Nvidias Schwerpunkt damals noch auf Gaming-Chips lag.
Anleger müssen sich daher mit einem Ärgernis arrangieren: Sie werden viele Trends verpassen, weil diese zu Beginn als solche noch nicht erkennbar sind. Wer dann zu spät einsteigt, dem drohen hohe Verluste – der Hype und anschließende Crash von Wasserstoff- und Cannabis-Aktien sind nur zwei von vielen Beispielen.
Die gute Nachricht ist aber, dass sich Anleger gar nicht als Trendjäger betätigen müssen, um erfolgreich zu sein. Das zeigen zwei aktuelle Beispiele.